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Digitale Aufzeichnung im Pflanzenschutz wirft weiterhin Fragen auf

27. April 2026

Beim Auswertungsgespräch zum Praxischeck der App DiPAgE, organisiert von der Stabsstelle Bürokratieabbau des Bundeslandwirtschaftsministeriums, wurde deutlich: Die digitale Dokumentationspflicht für Pflanzenschutzanwendungen wirft weiterhin viele Fragen auf.


Bildquelle: Pixabay

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) fordert deshalb, die Praxis bei der weiteren Ausgestaltung der Vorgaben eng einzubeziehen. 

Außerdem sollen nur die unbedingt notwendigen Daten erfasst werden, damit der Dokumentationsaufwand für die Betriebe möglichst gering bleibt.

DiPAgE ist ein Projekt des Julius Kühn-Instituts (JKI) zur rechtssicheren Dokumentation von Pflanzenschutzmittel-Anwendungen auf Grundlage der EU-Durchführungsverordnung 2023/564. 

Beim Auswertungsgespräch wurde betont, dass die Nutzung der App freiwillig ist und keine Konkurrenz zu bestehenden Ackerschlagkarteien darstellen soll.

Bereits genutzte Softwarelösungen, die an die neuen gesetzlichen Anforderungen angepasst wurden, können weiterhin verwendet werden. 

Die App DiPAgE soll im Sommer 2026 verfügbar sein. Weitere Anpassungen beim Datenstandard sollen Anbietern anderer Programme rechtzeitig mitgeteilt werden.

Außerdem weist der ZVG darauf hin, dass eine bundesweit einheitliche und rechtssichere Auslegung der Vorgaben dringend notwendig ist. Dafür hat er eine aktuelle POSITION veröffentlicht. 

Nur so können Betriebe in allen Bundesländern unter gleichen Bedingungen planen und dokumentieren.

 

Quelle: ZVG

Veröffentlichungsdatum: 27.04.2026

Schlagwörter

ZVG, Digitale Aufzeichnungspflicht, Pflanzenschutz, praktikable Lösungen