Polen: Starker Preisrückgang auf dem Paprikamarkt
Der Preisrückgang bei spanischen Importen im April ist ein normales saisonales Phänomen. In diesem Jahr fällt er jedoch stärker aus als üblich, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).
Bildquelle: Pexels
Die Erzeugerpreise für Paprikas in Spanien sinken jetzt seit 6 Wochen stetig und rapide.
Den Daten des Andalusischen Preisüberwachungsinstituts zufolge fiel der durchschnittliche Erzeugerpreis für rote Paprikas im Vergleich zu dem Höchststand in der KW 10 um 64 % und lag in KW 15 bei 0,67 EUR/kg.
Dieser Preisrückgang im März und April ist ein normales saisonales Phänomen und die aktuellen Preise gelten noch nicht als Rekordtiefstände der letzten 5 Jahre.
Der aktuelle, besonders dynamische Preisverfall hat sich jedoch verständlicherweise auch auf die Preise spanischer Importpaprikas in den Abnehmerländern, darunter Polen, ausgewirkt.
Auf polnischen Großmärkten kosten verpackte, vorsortierte rote Paprikas derzeit zwischen 7,00 und 12,00 PLN/kg, was einem Preisrückgang von 42 % seit Monatsbeginn entspricht.
Grüne Paprikas sind üblicherweise für 7,00 bis 10,00 PLN/kg zu haben, was einem Rückgang von 32 % in dem gleichen Zeitraum entspricht.
Gelbe Paprikas kosten zwischen 12,00 und 14,00 PLN/kg, ihre Preise stiegen Anfang April, sind aber seit der zweiten Aprilwoche um durchschnittlich 24 % gefallen.
Laut Importdaten des polnischen Zentralamts für Statistik (GUS) unterschied sich die Importmenge von Paprikas nicht wesentlich von dem Durchschnitt der Vorjahre. Die Menge im Februar dieses Jahres entsprach in etwa dem Durchschnitt der beiden vorangegangenen Saisons.
Spanien führt weiter die Liste der Lieferanten mit 3.400 Tonnen an, gefolgt von der Türkei (2.100 Tonnen), während Re-Exporte aus Deutschland (1.400 Tonnen) den dritten Platz belegen.
Quelle: FruitVeB.hu
Veröffentlichungsdatum: 23.04.2026

