Generalversammlung 2026 Freshfel Europe: Weichenstellung für die Zukunft – Frédéric Rosseneu wird neuer Präsident
Freshfel Europe, die europäische Vereinigung für Frischwaren, hielt am 15. und 16. April 2026 ihre Jahresversammlung in Sizilien ab. Dieser Anlass markierte einen Moment des Übergangs, der Reflexion und des erneuten Anspruchs für die Branche nach 25 Jahren Tätigkeit.
Gleichzeitig wurde das Vorstandsteam für die Amtsperiode 2026–2028 gewählt.

Frédéric Rosseneu, Präsident und Philippe Binard, Generaldelegierte von Freshfel Europe. (Foto © Freshfel Europe)
Die Generalversammlung jährte sich in diesem Jahr zum 25. Mal. Es war eine Gelegenheit, Errungenschaften zu würdigen, offene Aufgaben zu prüfen und die Richtung für die kommenden Jahre festzulegen.
Das diesjährige Treffen markierte auch das Ende der vierjährigen Amtszeit von Salvo Laudani als Präsident von Freshfel Europe.
Er führte den Verband durch eine besonders herausfordernde Phase, geprägt von Klimavolatilität, wirtschaftlichem Druck, regulatorischer Komplexität und geopolitischer Unsicherheit.
Während seiner Präsidentschaft stand die Branche vor und passte sich an zahlreiche Herausforderungen an.
Freshfel Europe stärkte die Position von Frischwaren als Teil der Lösung für große gesellschaftliche Herausforderungen, insbesondere im Bereich Gesundheit und Nachhaltigkeit.
Zudem forderte Freshfel Europe unermüdlich eine Korrektur einiger Missverständnisse im Image von Frischwaren und strebte nach einer stärkeren Anerkennung durch politische Entscheider und Verbraucher für die einzigartigen und wichtigen Eigenschaften der Frischwaren.

Salvo Laudani, ehemaliger Präsident von Freshfel Europe. (Foto © Freshfel Europe)
Im Rückblick auf seine vierjährige Amtszeit erklärte Salvo Laudani: „Es war mir eine Ehre, dieser großartigen und faszinierenden Branche zu dienen. Ich verlasse mein Amt als Präsident mit Stolz auf das, was wir gemeinsam bei Freshfel Europe erreicht haben. Angesichts des einzigartigen Werts von Frischwaren muss die Branche optimistisch in die Zukunft blicken.“

Foto © Freshfel Europe
Der Generaldelegierte von Freshfel Europe, Philippe Binard, präsentierte den Tätigkeitsbericht des Verbands, in dem die wichtigsten Errungenschaften sowie die messbaren Wirkungen der Arbeit des Verbandes im vergangenen Jahr und im Kontext der letzten 25 Jahre dargestellt wurden.
Der Bericht hob die Rolle von Freshfel Europe hervor, bei der Umsetzung transparenter, verantwortungsvoller und mitgliederorientierter Maßnahmen, die im Einklang mit den Prioritäten der Branche stehen.
Zu den Worten von Philippe Binard: „Die Arbeit von Freshfel Europe wurde von klaren Prioritäten angetrieben und von der Fähigkeit, sich anzupassen, da die Branche in einem Umfeld ständiger Unsicherheiten agiert – von Klimastress bis hin zu geopolitischer Instabilität, regulatorischer Komplexität und steigenden Kosten, die die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. In diesem Umfeld hat Freshfel Europe seine Aktivitäten intensiviert, um sicherzustellen, dass die Branche nicht nur geschützt, sondern auch besser positioniert wird, um voranzukommen und wettbewerbsfähig zu bleiben – mit dem Hauptziel, den Konsum deutlich zu steigern.“
Die Generalversammlung genehmigte die Wahl eines neuen Präsidiums und Vorstands für die Amtszeit 2026–2028, wodurch Kontinuität gewährleistet und gleichzeitig die Vielfalt der Branche in Bezug auf Geschäftssegmente und geografische Regionen widerspiegelt wird.

Freshfel Europe Präsidium: Anders Lind (Schatzmeister), Jose Antonio Garcia (Vizepräsident), Frédéric Rosseneu und Richard Schouten (Vizepräsident). (Foto © Freshfel Europe)
Frédéric Rosseneu (Greenyard) wurde zum Präsidenten der Vereinigung gewählt, begleitet von Anders Lind (COOP Trading) als Schatzmeister sowie José Antonio Garcia (Ailimpo) und Richard Schouten (Dutch Fresh Produce Center) als Vizepräsidenten.
Ein Meilenstein der Hauptversammlung war die Annahme des Freshfel Europe Manifesto 2026–2030, das die strategischen Prioritäten für die nächsten fünf Jahre festlegt.
Das Manifesto positioniert die Branche für frisches Obst und Gemüse als zentrale Lösung für gesunde Ernährungsweisen, nachhaltige Lebensmittelsysteme und zielt darauf ab, die Rolle des Sektors in äußerst wettbewerbsintensiven Lebensmittelmärkten zu stärken.
Zudem fordert das Manifesto eine stärkere politische Anerkennung von frischen Produkten in der Gesetzgebung durch eine verstärkte koordinierte Aktion innerhalb der Branche.
Das Manifesto skizziert zentrale politische Prioritäten, darunter unter anderem die Platzierung von Obst und Gemüse im Mittelpunkt der EU-Politik nach einem „Fresh First“-Ansatz, die Förderung des Konsums im Einklang mit Gesundheits- und Nachhaltigkeitsrichtlinien sowie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch geeignete Instrumente für die Produktion auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter und harmonisierter Regelungen.
Außerdem betont das Manifesto die Notwendigkeit, den Binnenmarkt zu stärken und faire Handelsbedingungen für den internationalen Handel zu gewährleisten.
Der neue Präsident von Freshfel Europe, Frédéric Rosseneu, erklärte: „Dieses Manifesto bietet klare und ambitionierte Prioritäten, um die Rolle der Branche für frische Produkte in Europa zu stärken und sicherzustellen, dass sie in einer zunehmend komplexen Geschäftswelt Gesundheit, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit fördert.“

Mit einem neuen Führungsteam und klaren strategischen Prioritäten für die Leitung von Freshfel Europe fügte Rosseneu hinzu: „Freshfel Europe tritt mit neuem Schwung in sein nächstes Kapitel. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Präsidium, dem neu gewählten Vorstand und allen Mitgliedern, die das Manifesto umsetzen, um die notwendigen Ressourcen zu mobilisieren, den Konsum von Obst und Gemüse zu steigern und in den kommenden Jahren positive Impulse für die Branche zu setzen.“
Veröffentlichungsdatum: 20.04.2026
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