Im Fokus die Sicherheit von O&G GCFP veröffentlicht ihre 3. Briefing Note: „Obst und Gemüse – Globale Wertschöpfungsketten erklärt“
Die Global Coalition of Fresh Produce (GCFP) hat ihre dritte Briefing Note der Reihe „Obst und Gemüse – Globale Wertschöpfungsketten erklärt“ veröffentlicht. Im Fokus steht die Sicherheit von Obst und Gemüse.

3. Briefing Note: „Obst und Gemüse – Globale Wertschöpfungsketten erklärt“. (Foto © GCFP)
Diese Briefing Note (eine Kurzinformation zu aktuellen Themen oder Situationen) befasst sich mit Unsicherheiten im Bezug auf Rückstände von Agrarchemikalien in Frischobst und -gemüse und „zeigt, dass Obst und Gemüse nicht nur schmackhaft und nahrhaft, sondern auch absolut unbedenklich ist.“
„In nahezu allen Ländern der Welt üben die Regulierungsbehörden strenge Kontrollen über die Zulassung und Verwendung von Agrarchemikalien sowie über die zulässigen Rückstände in und auf Obst und Gemüse aus.“

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Die Briefing Note:
- zeigt die entscheidende Rolle von Agrarchemikalien für den Erhalt der landwirtschaftlichen Produktivität und die Gewährleistung von Lebensmittelqualität und -sicherheit – insbesondere angesichts des Klimawandels.
- hebt die strengen Kontrollen der Regulierungsbehörden über die Verwendung von Agrarchemikalien durch umfassende Rechtsrahmen für Registrierung, Kennzeichnung und Anwendung hervor.
- zeigt, dass die Festlegung von Rückstandshöchstmengen – die Menge an chemischen Rückständen, die in oder auf dem jeweiligen Obst und Gemüse zulässig ist – strengen Risikobewertungsverfahren unterliegt und großzügige Sicherheitsmargen beinhalten.
- argumentiert, dass das Fehlen global harmonisierter Standards für chemische Rückstände ein erhebliches Handelshemmnis darstellt. Erzeuger müssen für jeden Importmarkt unterschiedliche Standards erfüllen, was ein komplexes regulatorisches Umfeld schafft und die Produktions- und Transaktionskosten erhöht.
„Diese Briefing Note zeigt, dass Verbraucher bei dem Kauf und Verzehr von Obst und Gemüse unabhängig vom Anbauort beruhigt sein können. Die von den Regulierungsbehörden festgelegten Grenzwerte für chemische Rückstände in Obst und Gemüse beinhalten 100- bis 1000-fache Sicherheitsmargen, selbst für die schutzbedürftigsten Verbrauchergruppen, und werden streng durchgesetzt.“
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„Alarmierende Meldungen über Pestizide in Obst und Gemüse erhalten viel mediale Aufmerksamkeit, basieren aber auf fehlerhaften Methoden, die keine wissenschaftliche Risikobewertung beinhalten. Diese Berichte, die meist darauf abzielen, Angst zu schüren, vernachlässigen, dass das bloße Vorhandensein von Rückständen auf Obst oder Gemüse nicht bedeutet, dass dieses ungenießbar ist“, so die GCFP.
„Da Verbraucher sowohl in Ländern mit niedrigem als auch mit hohem Einkommen bereits viel zu wenig Obst und Gemüse konsumieren, ist eine der besorgniserregendsten Folgen dieser Berichte ihr Potenzial, Menschen von dem Verzehr völlig unbedenklicher Produkte abzuhalten“, erklärt die GCFP und betont: „Das eigentliche Risiko liegt nicht in der Pestizidbelastung, sondern in dem zu geringen Verzehr von Obst und Gemüse.“

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Weitere Maßnahmen
„Der globale Frischobst- und -gemüsesektor setzt sich entschieden dafür ein, Verbrauchern weltweit eine breite Palette an gesundem und sicherem Obst und Gemüse anzubieten.“
Die GFCP weist darauf hin, dass Erzeuger in hohem Tempo innovative Lösungen und Technologien zur Reduzierung des Einsatzes von Agrarchemikalien entwickeln und einführen.
„Dieser Trend wird durch einen zunehmend strengen regulatorischen Ansatz für den Einsatz von Agrarchemikalien und die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach nachhaltigen und gesunden Lebensmitteln weiter verstärkt.“
Gleichzeitig sollten politische Entscheidungsträger der GCFP zufolge die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Agrarchemikalien vereinheitlichen und aufeinander abstimmen, um sicherzustellen, dass die Produktzulassung und die Festlegung von Toleranzen auf wissenschaftlich fundierten Prinzipien und harmonisierten internationalen Standards beruhen.

„Die GCFP fordert kontinuierliches Handeln, Zusammenarbeit und Wissensaustausch zwischen der globalen Obst- und Gemüseindustrie, politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessengruppen. Dies soll dazu beitragen, Lücken in den aktuellen Bemühungen festzustellen, Strategien zur Verbesserung zu entwickeln und die positiven Eigenschaften der Produkte für Gesellschaft und Umwelt zu nutzen.“
Weitere Informationen.
Veröffentlichungsdatum: 15.04.2026

