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„In Polen sind massive Entlastungen in Kraft“ BGL: Dem mittelständischen deutschen Transportgewerbe droht der existenzielle Kahlschlag

07. April 2026

Deutsche Transportunternehmen verlieren in der aktuellen Dieselpreiskrise weiter massiv an Boden. Während Polen seine Unternehmen und Bürger mit abgesenkter Mehrwertsteuer, auf EU-Mindestniveau reduzierter Energiesteuer und Preisdeckelung entlastet, bleibt eine vergleichbare Antwort der Bundesregierung auf die Dieselpreisexplosion weiter aus. 

Für das überwiegend mittelständisch geprägte deutsche Transportgewerbe verschärft sich damit der Wettbewerbsnachteil dramatisch. Nach Berechnungen des BGL liegt der Netto-Dieselpreis in Polen derzeit um 29 Cent je Liter unter dem deutschen Niveau. 


„In Polen sind massive Entlastungen für Bevölkerung und Wirtschaft in Kraft.“

Bei 10.000 Kilometern Monatsfahrleistung und 30 Litern Verbrauch pro 100 Kilometer entstehen so 870 Euro Mehrkosten pro Lkw und Monat. Für eine Flotte von 50 Fahrzeugen summiert sich das auf 522.000 Euro im Jahr.

Mit 900 Litern Tankvolumen und rund 3.000 Kilometern Reichweite können ausländische Unternehmen Deutschland zudem problemlos durchqueren, ohne hier tanken zu müssen.

Besonders bitter: Deutsche Transportunternehmen tragen bereits den CO2-Aufschlag auf die Lkw-Maut und zusätzlich die CO2-Bepreisung beim Diesel in Höhe von 17-20 Cent pro Liter. 

Der BGL fordert seit Längerem, diese europaweit einzigartige Doppelbelastung für den deutschen Mittelstand zu beenden.

„Während Polen seine Bürger und Unternehmen bei den Dieselpreisen entlastet, werden deutsche Transportunternehmen weiter zur Kasse gebeten. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht endlich entschlossener handelt, steht das mittelständische deutsche Transportgewerbe vor einem existenziellen Kahlschlag. So verliert Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit“ – BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt.

 

Quelle: BGL

Veröffentlichungsdatum: 07.04.2026

Schlagwörter

BGL, Polen, Entlastungen, Transportgewerbe, Deutschland, droht, Kahlschlag