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Brasilien gibt grünes Licht für EU-Mercosur – Europäischer Rat stimmt für zusätzlichen Marktschutz

10. März 2026

Brasilien hat das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten gebilligt. Sollte das Abkommen auch in Paraguay seine Zustimmung erhalten, wird es von allen Ländern des südamerikanischen Blocks ratifiziert, so berichtet das Flämisches Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).


Bildquelle: Pixabay

Am vergangenen Donnerstag stimmte der Europäische Rat für zusätzliche wirtschaftliche Schutzmechanismen zum die europäischen Agrarmärkte zu schützen. 

Der brasilianische Senat hat das Abkommen am Mittwoch, eine Woche nach dem Repräsentantenhaus, gebilligt. Argentinien und Uruguay hatten bereits zugestimmt. Nun fehlt nur noch Paraguay.

Die Europäische Kommission und die Mercosur-Staaten schlossen im Dezember 2024 nach über 25 Jahren Verhandlungen ein Freihandelsabkommen ab. 

Die EU-Kommission erhielt erst im Januar dieses Jahres von einer qualifizierten Mehrheit der Mitgliedstaaten das Mandat zur Unterzeichnung des Abkommens. 

Das Abkommen ist umstritten, unter anderem aufgrund erheblicher Bedenken hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die Landwirte.

Auch das Europäische Parlament muss dieses Abkommen noch formell ratifizieren, beschloss aber im Januar, es dem Europäischen Gerichtshof vorzulegen. 

Dies hat die Abstimmung um Monate verzögert. Die EU-Kommission beschloss jedoch, das Freihandelsabkommen mit dem Handelsblock vorläufig in Kraft treten zu lassen.

Europa beschließt Ausweitung des Schutzmechanismus

Die Bedenken der Landwirte drehen sich hauptsächlich um unfairen Wettbewerb. Um dieses Risiko zu mindern, verabschiedete der Rat am letzten Donnerstag in einer Verordnung formell eine bilaterale Schutzklausel. 

Diese Klausel soll EU-Landwirten durch die schnelle Anwendung von Schutzmaßnahmen einen besseren Schutz bieten, wenn Importe aus Mercosur-Ländern EU-Erzeugern ernsthaften Schaden zufügen.


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 10.03.2026

Schlagwörter

Brasilien, gebilligt, EU-Mercosur, Europäische Rat, Marktschutz