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Schweiz: Anbaufläche von Kartoffeln nimmt zu

10. März 2026

Die Anbaufläche hat 2025 um rund 320 Hektaren zugenommen und beläuft sich momentan auf gute 11’000 Hektaren. Die durchschnittlichen Bruttoerträge lagen mit 411 Kilogramm pro Are auf nationaler Ebene ebenfalls höher als in den vier Vorjahren, berichtet der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID). 


Infografik © LID

Der Schweizer Kartoffelanbau

Die Anbaufläche 2025 hat gemäss Hochrechnung von Swisspatat gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen: Während die Fläche 2024 noch 10’707 Hektaren betrug, belief sie sich 2025 schätzungsweise auf 11’029 Hektaren, also um rund 320 Hektaren mehr.


Bildquelle: Pixabay

Die vier Hauptsorten im Anbaujahr 2025 waren Agria mit 15,2 Prozent und 1’676 Hektaren, Erika mit 8,8 Prozent und 966 Hektaren, Innovator mit 6,4 Prozent und 705 Hektaren sowie Jelly mit 5,6 Prozent und 622 Hektaren. 

Mit rund einem Drittel machen festkochende Sorten den grössten Anteil aus, dicht gefolgt von Frites mit knapp 32 Prozent und mehligkochenden Sorten mit knapp 19 Prozent.


Quelle: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG, VSKP, Swisspatat. *Schätzung (Infografik © LID)

Die durchschnittlichen Bruttoerträge lagen 2025 mit 411 Kilogramm pro Are auf nationaler Ebene höher als in den vier Vorjahren. Verglichen mit den Mengen anderer ertragsreicher Jahre sei die Ernte 2025 jedoch nicht überdurchschnittlich, wie Swisspatat auf Anfrage mitteilt.


Quelle: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG, VSKP, Swisspatat. *Schätzung (Infografik © LID)

In einem normalen Jahr stammen etwa 85 Prozent der hierzulande konsumierten Kartoffeln aus der Schweiz. Da der Anbau der Knollen aber stark witterungsabhängig ist, sind gewisse Ernteschwankungen normal.

Importierte Kartoffeln

Gemäss den WTO-Verträgen muss die Schweiz einen minimalen Marktzutritt von fünf Prozent des durchschnittlichen Inlandverbrauchs der Referenzjahre 1995 und 1996 gewährleisten.

Dieses Basiszollkontingent beträgt für Speise-, Pflanz- und Veredelungskartoffeln total 19’750 Tonnen. Reicht das nicht, beantragt die Branche beim Bundesamt für Landwirtschaft Zusatzkontingente.

Aufgrund des Wetters, Krankheiten und Schädlinge, die den Kartoffelanbau stark beeinflussen, mussten die zusätzlichen Importkontingente zuletzt des Öfteren beansprucht werden.

Import: Frische oder gekühlte Kartoffeln (ausgenommen Pflanzkartoffeln)


Quelle: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG, VSKP, Swisspatat. *provisorisch (Infografik © LID)

2024 beantragte Swisspatat aufgrund der Fehlmengen aus der Ernte 2023 Zusatzkontingente mit einer Menge von 25'000 Tonnen Speisekartoffeln. 

Die total eingeführte Menge an Speisekartoffeln innerhalb des Basiszollkontingents und den Zusatzkontingenten lag im Jahr 2024 bei 24’322 Tonnen.

Im Jahr 2025 wurden rund 53'000 Tonnen frische oder gekühlte Kartoffeln importiert, was im Vergleich zum Vorjahr lediglich der Hälfte entspricht. Bei den Pflanzkartoffeln nahmen die Importzahlen mit 300 Tonnen weniger leicht ab. 

Import: Pflanzkartoffeln


Quelle: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG, VSKP, Swisspatat. *provisorisch (Infografik © LID)

 

Quelle: LID

Veröffentlichungsdatum: 10.03.2026

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Lid, Schweiz, Anbaufläche, Kartoffeln