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„Klare Prioritäten, weniger Bürokratie, gezielte Investitionen“ Thüringenplan 2026: Landesregierung stellt Wirtschaft und Landwirtschaft in den Fokus

19. Februar 2026

Mit dem „Thüringenplan 2026“ stellt die Landesregierung die wirtschaftliche Entwicklung des Landes in den Mittelpunkt ihrer Regierungsarbeit. 

Klare Prioritäten, weniger Bürokratie, gezielte Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen sollen mehr Wachstum ermöglichen, Wertschöpfung im Land halten und neue Perspektiven für Unternehmen, Landwirtschaft und ländliche Räume schaffen. 


Foto © Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum

„Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für Wohlstand, soziale Sicherheit und Lebensqualität“, sagte Wirtschafts- und Agrarministerin Colette Boos-John heute in Erfurt. „Thüringen braucht Tempo, Investitionen und unternehmerische Freiheit. Unser Anspruch ist klar: Die Wirtschaft muss laufen – und zwar überall im Land.“

Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket will die Landesregierung deshalb die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Thüringen weiter erhöhen. 

Mit dem Zweiten Thüringer Entlastungsgesetz soll Bürokratie für den Mittelstand spürbar verringert werden. Förderprogramme werden weiter gebündelt, digitalisiert und konsequent auf Wachstumsimpulse ausgerichtet. 

„Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen keine Formulare, sondern Freiräume. Jede unnötige Vorschrift kostet Zeit, Geld und Wettbewerbsfähigkeit. Diesen Ballast wollen wir weiter deutlich reduzieren.“ 

Mit dem „Zukunftskompass Wirtschaft Thüringen“ entstehe zudem ein datenbasierter Innovations- und Potenzialatlas, der künftige Investitionsschwerpunkte und Wachstumsfelder definieren werde.

Zugleich soll die Investitionsförderung stärker auf technologie- und innovationsstarke Branchen konzentriert werden. 

Um die Gründungsdynamik zu stärken, werde Thüringen seine Start-up-Infrastruktur ausbauen, so die Ministerin. 

So soll über eine zentrale Start-up-Plattform die Vernetzung mit Mittelstand und Forschung und die Aktivierung von Risiko- und Beteiligungskapital verbessert werden. 

„Gesucht wird der nächste Carl Zeiss und der nächste Ernst Abbe aus Thüringen“, so die Ministerin. „Dafür bringen wir Kapital, Ideen und Forschung enger zusammen.“

Klare Kante in der Agrarpolitik

Die Ministerin machte zugleich deutlich, dass Landwirtschaft Kernbestand der Wirtschaftspolitik ist: „Landwirtschaft ist kein Nebenschauplatz – sie ist wirtschaftliches Rückgrat des ländlichen Raums.“ 
Thüringen werde sich auf Bundes- und EU-Ebene daher weiter aktiv gegen Benachteiligungen seiner Agrarbetriebe stellen. 

„Unser Ziel ist eine diskriminierungsfreie Ausgestaltung der künftigen EU-Agrarpolitik (GAP), die für unsere Betriebe Planungssicherheit und wirksame Investitionsanreize ermöglicht.“

Landwirte brauchten faire Wettbewerbsbedingungen – nicht neue Auflagen im Jahrestakt. „Wir kämpfen in Berlin und Brüssel für die Interessen der ostdeutschen Landwirtschaft.“ 

Nur so könnten Innovations- und Investitionsförderung für den Agrarsektor auf hohem Niveau fortgeführt, regionale Wertschöpfungsketten gestärkt und die Direktvermarktung regionaler Erzeugnisse gezielt unterstützt werden.

Ziel der Politik für die ländlichen Räume sei es, Nahversorgung zu sichern, neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen und regionale Identität zu stärken.

Mit dem „Thüringenplan 2026“ setzt die Landesregierung auf Planungssicherheit, Investitionsanreize und strukturelle Modernisierung, fasst die Wirtschaftsministerin den Grundansatz zusammen. 

„Unser Ziel ist klar: Thüringen soll ein Land sein, in dem Unternehmen investieren, Betriebe wachsen, Innovationen entstehen und Menschen sichere Arbeitsplätze finden. Wirtschaft, Landwirtschaft und ländliche Räume werden dabei als zusammenhängendes Ökosystem verstanden, das ganzheitlich entwickelt werden muss. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür – pragmatisch, verlässlich und zukunftsorientiert.“


Quelle: Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum

Veröffentlichungsdatum: 19.02.2026

Schlagwörter

tlllr, Thüringenplan 2026, Wirtschaft, Landwirtschaft, Fokus