Schäden durch extreme Wetterereignisse in Almería: Ein Überblick
Dieser Winter hat in der Region Almería erhebliche Probleme verursacht – nicht durch ein einzelnes Extremwetterereignis, sondern durch anhaltende, wiederkehrende Schäden, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).
Während die starken Niederschläge dazu beigetragen haben, die seit Jahren bestehende Wasserknappheit zu lindern, haben sie gleichzeitig die Produktionszyklen erheblich gestört.
Almería hat durch eine Reihe von Tiefdruckgebieten, die starke Regenfälle und Stürme brachten, große Schäden erlitten. Diese führten zu Ernteausfällen und Infrastrukturschäden.
Die Tiefs trugen die Namen Emilia und Francis (Dezember), Harry, Ingrid, Joseph, Kristin, Leonardo (Januar) sowie Marta (bisher im Februar).
Zwischen Dezember und Februar sorgten anhaltende Regenfälle, lokale Überschwemmungen und stürmische Böen im gesamten Gebiet Andalusiens für Probleme.
Landesweit wurden mehr als 22.000 Hektar versicherte Agrarflächen gemeldet, Schätzungen zufolge könnten jedoch bis zu 40.000 Hektar betroffen sein.
In Almería waren vor allem die Gewächshaus-Infrastruktur und die Produktionszyklen betroffen. Während der ersten Fronten im Dezember wurden die Folienabdeckungen in mehreren Wellen beschädigt: Stürmische Winde rissen oder lösten die Abdeckungen an vielen Stellen vollständig ab, vor allem bei älteren, weniger stabilen Konstruktionen und in windexponierten Küstengebieten.
Das Biegen der Tragstrukturen, das Brechen der Befestigungen sowie das segelartige Verhalten der Folie führten zu teilweisen oder kompletten Schäden an mehreren Antriebsblöcken.
Wo die Folie nicht riss, verursachten plötzliche Temperaturschwankungen Stress bei den Pflanzen, was zu Problemen beim Fruchtansatz, Blütenfall und späteren Ertragsminderungen führte.
Die starken Niederschläge brachten auch andere Schäden mit sich: Wasser drang in Pumpenanlagen ein, überflutete Bewässerungskanäle und führte an mehreren Stellen zu Wurzelfäule sowie zum Ertrinken der Pflanzen – besonders bei Paprika, Tomaten und Gurken, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Wachstumsstadium befanden.
Die hohe Luftfeuchtigkeit und eingeschränkte Belüftung begünstigten die schnelle Ausbreitung von Pilzkrankheiten wie Botrytis und Mehltau, was zu weiteren Qualitäts- und Ertragsverlusten führte.
Das führte vorübergehend zu Engpässen bei der Versorgung europäischer Märkte, vor allem bei Gurken, aber auch bei anderen Gemüsesorten wurde das Angebot knapp.
Die neuen Zyklone im Januar brachten noch stärkere Winde, was die Schäden an den Strukturen weiter verschärfte. Viele Betriebe mussten mehrere Tage lang mit Reparaturen und Folienwechseln pausieren, was die Pflanzenschutz- und Erntearbeiten verzögerte.
Nach Angaben der Erzeuger verschlechterte sich die Qualität einiger Ernten, einige Partien wurden teilweise unverkäuflich, und durch die späte Ernte stiegen die Sortierverluste erheblich.
Der Februar brachte vorübergehend etwas bessere Bedingungen, allerdings erschweren Bodenfeuchte und die vorherigen Schäden eine schnelle Stabilisierung der Produktion.
Die Wiederherstellungsarbeiten – Folienwechsel, Verstärkungen, Nachpflanzungen – verursachten den Betrieben erhebliche Kosten. Die Schadensbewertungen laufen noch, aber Betriebe mit 35 bis 100 Prozent Schaden können mit Entschädigungen rechnen.
Die Landwirteorganisationen setzen alles daran, dass die Entschädigungszahlungen möglichst schnell bei den Betroffenen ankommen.
Quelle: FruitVeb.hu
Veröffentlichungsdatum: 16.02.2026

