FEPEX: Tomatensektor fördert Initiative zum Schutz der EU-Tomatenproduktion
Der Tomatensektor, der in dem spanischen Verband FEPEX gruppiert ist, präsentierte in Berlin die Initiative „Wir ‚Tomaten‘ Europa, Verratet nicht die EU-Tomate“, die die EU-Tomatenproduktion verteidigen soll.
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„Mit dem letztendlichen Ziel, die Ratifizierung der am 2. Oktober veröffentlichten und bereits vorläufig in Kraft getretenen Änderung des EU-Marokko-Abkommens durch das Europäische Parlament zu verhindern“, erklärt FEPEX.
„Europäische Tomaten zu verteidigen bedeutet, Europa zu verteidigen“, so beginnt das Manifest, das europäische Tomatenerzeuger auf der Fruit Logistica in Berlin als Abschluss einer gemeinsamen Erklärung vorstellten, die zum Ziel hat, von der Europäischen Union eine faire und kohärente Handelspolitik zu fordern, die mit den Werten des Gemeinschaftsprojekts im Einklang steht.
Die Initiative mit den Titel „Wir ‚Tomaten‘ Europa, verratet nicht die EU-Tomate“ wird von spanischen Tomatenerzeugern über FEPEX mit Unterstützung von Obst- und Gemüseorganisationen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und Polen getragen.
Ignacio Antequera, Direktor von FEPEX, hob die Bedeutung der Initiative hervor, die alle europäischen Erzeuger – von Portugal bis Frankreich, von Italien bis zu den Niederlanden und von Frankreich bis Spanien – vereinen will, um etwas Essentielles zu verteidigen: die Lebensfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Identität der europäischen Tomate.
Antequera betonte außerdem: „Dieses Produkt stellt ein einzigartiges Modell dar, das auf Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit durch Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie verantwortungsvolle Praktiken und sozialer Gerechtigkeit dank menschenwürdiger Arbeitsbedingungen basiert.
Dieses Modell ist das Ergebnis der Anstrengungen und Innovationen des Sektors und wir dürfen nicht zulassen, dass es durch Importe ersetzt wird, die nicht denselben Standards entsprechen.“
Juan Jesús Lara, Präsident des Tomatenkomitees von FEPEX, veröffentlichte seinerseits ein Manifest zur Verteidigung der europäischen Tomate und warnte vor der Situation, der sich der Sektor aufgrund des zunehmenden unfairen Wettbewerbs, mangelnder Gegenseitigkeit in Handelsabkommen und der Schwächung der Lebensmittelsicherheit in der EU gegenübersieht.
„Wir fordern keine Privilegien, sondern Gerechtigkeit: Jede Tomate, die nach Europa eingeführt wird, muss denselben Regeln unterliegen wie die unserer Landwirte. Wenn Europa die europäischen Tomaten verrät, verrät es seine eigenen Werte“, erklärte er.
Der Sektor fordert im Namen der europäischen Tomatenerzeuger:
- Strikte Achtung der Urteile des Gerichtshofs der Europäischen Union bezüglich der Westsahara.
- Eine eingehende Überprüfung des EU-Marokko-Abkommens, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten.
- Eine klare und verbindliche Kennzeichnung des Ursprungslandes ohne Umwege.
- Automatische Schutzklauseln bei marktverzerrenden Importen.
- Verstärkte Pflanzenschutz- und Arbeitskontrollen an der Grenze.
- Konkrete Unterstützung europäischer Innovationen in den Bereichen Wasser, Energie, Sorten und Nachhaltigkeit.
- Anerkennung der europäischen Tomate als strategischer Sektor für die Ernährungssicherheit.
- Ablehnung des von der Kommission vorgeschlagenen Änderungsantrags zu dem EU-Marokko Assoziierungsabkommen durch das Europäische Parlament.
„Die Verteidigung der europäischen Tomate bedeutet die Verteidigung Europas. Die europäische Tomate ist ein Vorbild, das Verbraucher, Umwelt und Arbeitnehmer schützt. Ihr Erhalt ist unerlässlich für die Ernährungssouveränität und den politischen Zusammenhalt der EU.“
Quelle: FEPEX
Veröffentlichungsdatum: 10.02.2026
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