Schweiz: Rekordhohe Absätze bei Früchten und Gemüse 2025
2025 gingen im Detailhandel insgesamt 923 Millionen Kilogramm frische Früchte und Gemüse über die Ladentheke: ein Spitzenwert der Jahre 2021-2025. Früchte erreichten mit 460 Millionen Kilogramm Verkaufsmenge einen Rekordwert.
Der Gemüseabsatz stieg zum dritten Mal in Folge auf 463 Millionen Kilogramm, berichtet das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW).
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Er blieb somit unter den Ausnahmejahren 2020 und 2021, die von der Pandemie geprägt waren. Erfahren Sie hier, welches die Top-Produkte waren – und probieren Sie die neuen interaktiven Grafiken, mit denen Sie selbst monatlich die neuen Absatzzahlen verfolgen können.

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Top-Früchte: Bananen, Äpfel und Orangen führen die Liste an
Wie schon in den Vorjahren ist die Banane die absatzstärkste Frucht im Detailhandel: 2025 wurden 79 Millionen Kilogramm Bananen verkauft. Auf Platz 2 folgt der Apfel, der grösstenteils aus inländischer Produktion stammt.
2025 wurden rund 59 Millionen Kilogramm Äpfel abgesetzt und damit 3 % weniger als im Durchschnitt der vier Vorjahre (61 Mio. kg).
Die Orange folgt auf Platz 3 der meistverkauften Früchte, mit einer Verkaufsmenge von 40 Millionen Kilogramm. Darauf folgt die Wassermelone.
Sie lag noch im November auf Platz 3 der meistverkauften Früchte. Diesen Platz gab sie schliesslich im Dezember an die Orange ab, da diese (im Gegensatz zur Wassermelone) im Winter stark nachgefragt wird.
Auch die Mandarine und Clementine sind typische Winter-Seller. Sie landeten auf dem fünften Platz der meistgekauften Früchte.
Zusammen mit den Absätzen der restlichen Früchte (211 Mio. kg) wurden 2025 rund 460 Millionen Kilogramm Früchte verkauft. Das ist nicht nur ein Höchststand gegenüber den vier Vorjahren, sondern auch ein Zehnjahresrekord. In dem folgenden interaktiven Report sehen Sie die Verkaufszahlen von Früchten.
Früchte-Umsätze stiegen ebenfalls
Wenn Sie in der interaktiven Grafik die Umsätze auswählen, sehen Sie, dass auch die Ausgaben für Früchte einen Höchststand erreichten: Sie waren mit 1,82 Milliarden Franken höher als in jedem der vier Vorjahre. Ein Kilogramm Früchte kostete 2025 im Durchschnitt rund 3,9 Franken im Schweizer Detailhandel.
Es war somit geringfügig teurer als im Durchschnitt der vier Vorjahre (+1 %). Dies muss nicht zwingend tendenziell höhere Verkaufspreise für einzelne Früchte bedeuten, denn hier spielt auch die anteilsmässige Zusammensetzung der verkauften Früchte mit.
Kaufen Konsumenten beispielsweise vermehrt Früchte mit höheren Kilopreisen, steigt der durchschnittliche Preis pro Kilo Früchte.

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Top-Gemüse: Kartoffeln, Karotten und Gurken
Im Gemüsesegment liegen die Kartoffel mit einem Verkaufsabsatz von 93 Millionen Kilogramm klar an der Spitze. Nach den Kartoffeln folgen die Karotten, ein weiteres Gemüse, das typischerweise aus der Schweiz kommt.
Mit rund 45 Millionen Kilogramm war der Absatz von Karotten weniger als halb so gross wie derjenige von Kartoffeln.
Platz 3 der meistverkauften Gemüse erreichten 2025 erstmals die Gurken. Sie landeten mit einem Absatz von rund 32 Millionen Kilogramm vor den mittelgrossen bis grossen Tomaten.
Allerdings muss erwähnt werden: Würde man alle Tomaten zusammenzählen (d.h. grosse bis kleine Tomaten), würden sie über 50 Millionen Kilogramm ausmachen.
Die Unterteilung wurde so gewählt, da kleinen Tomaten (Cherry-, Dattel- und Cocktailtomaten) mit 8.4 Fr./kg (2025) deutlich teurer sind als ihre grösseren Varianten (4.4 Fr./kg).
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Tatsächlich sind kleine Tomaten das Gemüse mit den höchsten Umsätzen: 180 Millionen Franken gaben die Konsumentinnen und Konsumenten 2025 hierfür aus, und damit erstmals mehr als für Kartoffeln (178 Mio. Franken).
Gemüse-Umsätze stagnierten
Die Umsatzzahlen von Gemüse sind gegenüber den Vorjahren gefallen. Mit 2,07 Mrd. Franken gaben die Haushalte 2025 weniger für frisches Gemüse aus als in den drei Vorjahren.
Durchschnittlich kostete ein Kilogramm Gemüse 4.5 Franken, womit es 2025 günstiger war als in den vier Jahren zuvor (zwischen 4.6 Fr./kg im 2024 und 4.8 Fr./kg im 2023).
Ein Grund für diese Entwicklung könnte der Preisrückgang sein, den viele Gemüseprodukte 2025 im Detailhandel erfuhren, aber auch Verschiebungen in den Konsumpräferenzen beeinflussen diese Durchschnittswerte.
Weitere Informationen.
Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Veröffentlichungsdatum: 04.02.2026

