Belgien: Wütende Gemüsebauern blockieren Greenyard-Werk
Eine Gruppe von Landwirten hat gestern das Werk des Gemüseverarbeiters Greenyard Frozen in Westrozebeke blockiert. Die Bauern, die mit Dutzenden Traktoren angereist waren, sind wütend über die Preisvorschläge des Unternehmens. Greenyard habe Kürzungen von bis zu 20 Prozent vorgenommen. Für eine Stellungnahme war Greenyard selbst nicht erreichbar, berichtet Vilt.be.
Schätzungsweise 150 Gemüsebauern aus Westflandern blockierten am Mittwochmorgen mit ihren Traktoren das Verarbeitungswerk Greenyard Frozen in Westrozebeke, einem Ortsteil von Staden. Der Protest hatte sich bereits in den Vortagen auf der Agrarmesse Agro Expo abgezeichnet.
Die Landwirte sind empört über die Preisvorschläge, die Greenyard für die kommende Saison gemacht hat. Am Stand in Roeselare ließ die Erzeugergemeinschaft Ingro keinen Zweifel an ihrer Verärgerung aufkommen.
„Obwohl bereits ausgewogene Vereinbarungen mit mehreren Abnehmern getroffen wurden, drängen einige Parteien weiterhin auf weitere Preissenkungen. Für uns, die in Ingro vereinten Erzeuger, ist das inakzeptabel“, stand auf einem Schild am Stand auf der Agrarmesse Agro Expo.
Offenbar gehört Greenyard zu den Verarbeitern, die mit niedrigen Preisvorschlägen arbeiten. „Bei einigen Gemüsesorten liegen ihre Preisvorschläge 15 bis sogar 20 Prozent unter denen des Vorjahres. Sie behaupten zudem, dass die Produktionskosten in diesem Jahr sinken werden. Diese Behauptung ist jedoch schlichtweg falsch. Die Kosten steigen tatsächlich; ein drastischer Preisverfall ist daher nicht hinnehmbar“, sagt Danny Metsu, ein Gemüsebauer aus Vlamertinge und einer der Landwirte, die die Greenyard-Fabrik blockiert haben.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 29.01.2026

