Niederlande: Januar bringt Preisanstieg auf dem Karottenmarkt
Die gestiegene Nachfrage und die jüngsten Frostperioden haben zu Preiserhöhungen geführt. Karotten sind derzeit nur noch aus Kühlhäusern erhältlich, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).
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Anfang Januar zogen die Karottenpreise in den Niederlanden deutlich an. Hauptgrund dafür ist, dass der Verkauf und die Ernte direkt vom Feld, abgesehen von mit Stroh oder Folie abgedeckten Teilen, nahezu abgeschlossen sind. Käufer müssen daher vor allem mit teureren Produkten aus Kühlhäusern rechnen.
Die Warenbörse Emmeloord meldete am 8. Januar einen signifikanten Preisanstieg: Karotten der Kategorie B (Lebensmittel) verteuerten sich von 6,00-9,00 EUR/100 kg Ende des Vorjahres (KW 51) auf 11,00-14,00 EUR/100 kg.
Der Preis für verpackte Bio-Rote-Bete lag zwischen 33,00 EUR und 40,00 EUR/100 kg, verglichen mit 27,00 EUR bis 33,00 EUR in Kalenderwoche 51. Der Preisanstieg bei Bio-Produkten ist vor allem auf die schrumpfenden Anbauflächen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland zurückzuführen.
Das diesjährige Angebot könnte geringer ausfallen als erwartet. Die jüngsten Frostperioden haben zu einem Mengenverlust unbekannten Ausmaßes geführt und auch eine Fäulnis nicht bekannter Ursache stellt ein ernstes Problem dar: auf einigen Flächen sind bis zu 20-30 % befallen und in vielen Fällen nicht mehr zu retten.
Erzeuger und Verarbeiter verstehen nicht genau, warum die Krankheit in diesem Jahr so häufig auftritt.
Eine Erklärung könnte der Niederschlag sein, da der Südwesten des Landes, wo die Krankheit seltener vorkommt, weniger Regen abbekommen hat als andere Teile der Niederlande.
Es wird angenommen, dass eine mangelhafte Fruchtfolge ebenfalls eine Rolle spielen könnte. Fakt ist aber auch, dass bestimmte Pestizide verboten wurden und Landwirte sie daher nicht mehr einsetzen dürfen.
Das Tempo der niederländischen Karottenexporte wird von Händlern derzeit als zufriedenstellend bezeichnet: bedeutende Lieferungen gingen nach Südeuropa, Polen und Tschechien, während die Inlandsnachfrage ebenfalls stark ist.
Im Dezember wurde berichtet, dass deutsche und belgische Verarbeiter niedrige Lagerbestände hatten und aufgrund von Qualitätsbedenken vorsichtig einkauften.
Da sich der Markt nun aber zu erholen scheint, wird erwartet, dass sie ihre Einkäufe erhöhen, bevor die Preise zu stark steigen.
Quelle: FruitVeb.hu
Veröffentlichungsdatum: 27.01.2026
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