EuRH: Wie wirksam ist die EU-Unterstützung für die Landwirtschaft in den Gebieten in äußerster Randlage der EU?
Der Europäische Rechnungshof (EuRH) veröffentlicht am Montag, dem 26. Januar 2026, einen Sonderbericht über die Sondermaßnahmen zur Unterstützung der Landwirtschaft in den Gebieten in äußerster Randlage der EU.
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(Foto © AUFORT Jerome - stock.adobe.com / EuRH)
Vor dem Hintergrund der Herausforderungen, mit denen die Gebiete in äußerster Randlage der EU konfrontiert sind – vor allem ihre Abgelegenheit, ihre Insellage und ihre Abhängigkeit von Einfuhren –, wurde Anfang der 1990er-Jahre das Finanzierungsinstrument POSEI eingeführt, um die lokale Landwirtschaft zu unterstützen und die Versorgung dieser Gebiete mit lebenswichtigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu sicherzustellen.
Das Instrument kommt in den Gebieten in äußerster Randlage von drei EU-Mitgliedstaaten zur Anwendung: Frankreich (Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guayana, Réunion, St. Martin, Mayotte), Spanien (Kanarische Inseln) und Portugal (Azoren und Madeira). Die wichtigsten traditionellen Agrarzweige in diesen Regionen sind Bananen, Zucker und Zuckerrohr, Milch- und Fleischerzeugung sowie Tomaten.
Hintergrund
Seit der letzten Wirtschaftlichkeitsprüfung des Rechnungshofs zum POSEI, deren Ergebnisse im Sonderbericht 10/2010 "Sondermaßnahmen zugunsten der Landwirtschaft der Regionen in äußerster Randlage und der kleineren Inseln des Ägäischen Meeres" veröffentlicht wurden, sind mehr als 15 Jahre vergangen.
In dem Bericht hatte der Rechnungshof anerkannt, dass Sondermaßnahmen wirksam und äußerst wichtig für die Landwirtschaft sind, hatte jedoch auch Schwachstellen bei ihrer Verwaltung festgestellt.
Die neue Prüfung des Rechnungshofs konzentriert sich auf POSEI-Programme in Frankreich, Spanien und Portugal im Zeitraum 2019–2023.
Die Prüfungsergebnisse sollen der Europäischen Kommission und den betreffenden EU-Ländern dabei helfen, ihren Ansatz zu optimieren und sicherzustellen, dass mit den EU-Mitteln konkrete Ergebnisse erzielt werden, nämlich dass die lokale Landwirtschaft gestärkt und die Ernährungssicherheit in den entlegensten Gebieten der EU gewährleistet wird.
Veröffentlichungsdatum: 20.01.2026

