Wetterextreme in Europa stärken Marokkos Rolle in der Versorgung mit Rosenkohl
Fröste in der EU haben die Rosenkohlernte beeinträchtigt und die Erzeuger wenden sich laut EastFruit verstärkt Marokko zu, um eine stabile Versorgung zu gewährleisten.
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Unerwartete Fröste und Schneefälle in den Niederlanden Anfang Januar stellten die Rosenkohlerzeuger in Nordwesteuropa vor große Herausforderungen.
Für Unternehmen mit geografisch diversifizierter Produktion werden Wetterrisiken jedoch zunehmend zu einem beherrschbaren Faktor und nicht mehr zu einer Krise.
Ein Beispiel hierfür ist Fresh2You, das Marokko bereits als wichtigen Pfeiler einer widerstandsfähigen, ganzjährigen Versorgung positioniert.
Fresh2You ist ein relativ neuer Akteur auf dem Rosenkohlmarkt. Im Zentrum seiner Strategie steht die Produktspezialisierung mit Fokus auf präzisen und nachhaltigen Anbau, unterstützt durch intelligente Technologien an den Produktionsstandorten und in dem Verpackungsbetrieb, kurze Lieferketten und maßgeschneiderte Verpackungslösungen.
Das Unternehmen bietet ganzjährig Rosenkohl an dank einer Kombination aus eigener Produktion und exklusiven Anbaupartnern in den Niederlanden und Belgien, ergänzt durch seinen eigenen Anbau in Marokko.
Das Risiko wird durch die Ausweitung der Produktionsgebiete vom Nordosten der Niederlande bis nach Nordfrankreich breiter verteilt. Neben den Kernproduktionsländern – den Niederlanden, Belgien und Marokko – kooperiert Fresh2You auch mit einem Anbaupartner in Großbritannien.
Frost in Europa
Laut Menno Molenaar von Fresh2You nutzten die Landwirte jedes mögliche Zeitfenster für die Ernte. In Perioden mit starkem Frost war die Ernte unmöglich, was zu verringerten Lieferungen führte.
An frostfreien Tagen wurden die Mengen jedoch schnell wieder gesteigert, sodass das Unternehmen alle Kundenverpflichtungen ohne Lieferausfälle erfüllen konnte.
Quelle: EastFruit.com
Veröffentlichungsdatum: 16.01.2026
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