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Belgien: Supermarktverband unterstützt Landwirte bei Protest gegen Mercosur

16. Januar 2026

„Mercosur kann nur fortbestehen, wenn garantiert wird, dass die importierten Produkte die gleichen Produktionsstandards wie unsere Lebensmittel erfüllen“, sagt Nathalie De Greve, Leiterin für Nachhaltigkeit bei dem Handelsverband Comeos. Der Verband fürchtet um die Lebensmittelqualität und die Zukunft des Agrar- und Ernährungssektors, berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT). 

„Wir haben gesehen, wozu der massive Import billiger, minderwertiger chinesischer Produkte führen kann: zu Insolvenzen lokaler Händler“, sagt De Greve. 

Supermärkte und Landwirte geraten oft aneinander. Der Streitpunkt ist meist der Preis. Bei dem Mercosur-Handelsabkommen ziehen die Parteien jedoch an einem Strang. 

„Wir können dem Mercosur-Handelsabkommen nur zustimmen, wenn die Produktionsanforderungen in Südamerika denen in Europa und Belgien entsprechen“, so Nathalie De Greve. 

Der belgische Supermarktverband, der die Interessen der Supermärkte vertritt, äußert sich seit Dezember 2024 ablehnend gegenüber Mercosur.

Die Organisation beteiligt sich zusammen mit Agrarverbänden an der Konsultation der belgischen Lieferkette, einer strukturellen, branchenübergreifenden Konsultation aller Akteure des Agrar- und Ernährungssektors.


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 16.01.2026

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Belgien, Supermarktverband, unterstützt, Protest, Mercosur