Coldiretti: Mercosur – „Wir sind mit dem Abkommen nicht zufrieden und haben kein Vertrauen in Von der Leyen“
Das Mercosur-Abkommen wurde schließlich bewilligt. Die italienische Regierung hat die Schutzbestimmungen verbessert und die Schwelle für das Auslösen des Schutzes sensibler Agrarprodukte von ursprünglich 10 % auf 5 % gesenkt.
„Die Gegenseitigkeitsanforderungen reichen jedoch nicht aus. Die italienische Regierung hat ein Einfuhrverbot für Produkte gefordert, die Rückstände von in Europa verbotenen Substanzen enthalten. Nun liegt es an Von der Leyen, Antworten zu liefern“, so Coldiretti.
Gegenseitigkeit einhergehend mit dem Ziel verstärkter Kontrollen bleibt für Coldiretti ein zentraler Punkt. „Wir haben wiederholt betont: wer nach Europa exportieren möchte, muss dieselben Produktions-, Umwelt- und Gesundheitsstandards erfüllen wie unsere Agrarbetriebe.“
„Präsidentin Von der Leyen und ihr sehr enger Technokratenkreis, dem wir weiterhin misstrauen, müssen nun die von Italien geforderten Verpflichtungen hinsichtlich eines für den gesamten Handel geltenden Gegenseitigkeitsprinzips, nicht nur für den Mercosur, in konkrete Regelungen umsetzen. Sie muss ein für alle Mal beweisen, dass sie die Bedürfnisse der Realwirtschaft versteht und die wahren Interessen der Landwirte schützt, die weiterhin auf dem europäischen Kontinent produzieren wollen.“
Coldiretti betont, dass der Ball nun eindeutig bei der Kommission liegt, von der erwartet wird, dass sie entscheidende Maßnahmen zur Verteidigung europäischer Standards ergreift.
„Unsere Mobilisierung geht weiter, und wenn keine Reaktion erfolgt, werden wir am 20. Januar in Straßburg sein, um erneut unser „Nein“ zu einem Abkommen zu rufen, das in seiner jetzigen Form von Von der Leyen nachdrücklich unterstützt wird.“
Quelle: Coldiretti
Veröffentlichungsdatum: 13.01.2026

