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LEH: Bestellungen von abgepackten Speisekartoffeln nehmen wieder zu

09. April 2020

Der Absatz von abgepackten Speisekartoffeln in Mecklenburg - Vorpommern bewegt sich langsam wieder in Richtung Normalität. Nachdem zum Beginn der vergangenen Woche die Nachfrage völlig eingebrochen war, nehmen die Bestellungen des Lebensmitteleinzelhandels und der Discounter wieder zu. Zum Wochenendeinkauf in der Vorwoche wurde 10 kg Aktionsware gut vermarktet.

 

Die Erzeugerpreise bleiben unverändert auf dem Vorwochenniveau. Ägyptische Frühkartoffeln (teils Sorte Ditta) sind bereits seit zwei Wochen im Angebot, werden aber nur verhalten nachgefragt. Sie werden von den Packern für 63 bis 64 EUR/dt franko bezogen. Der Schälkartoffelabsatz bleibt angesichts des ruhenden öffentlichen Lebens auf geringem Niveau, zum Teil wird von 30 % der sonst üblichen Menge berichtet. Das Preisniveau für rohe und gedämpfte Schälware verharrt auf dem Niveau der vergangen Woche. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 13 KW 2020" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Brandenburg
Nachdem in der vergangenen Woche zum Wochenende hin die Nachfrage nach Speiseware in den Handelsketten wieder langsam anzog, wird zu Beginn der aktuellen Berichtswoche von Totaleinbruch berichtet. Das Planen für die Packer wird angesichts der personellen Einschränkungen durch die Auflagen zur Eindämmung der Pandemie immer schwieriger. Was die möglichen Absatzzahlen für das kommende Osterfest betrifft, besteht Ratlosigkeit. Teils sind die hauseigenen Läger der heimischen Packer schon gut geräumt. Zugekaufte Ware weist häufig nicht die erwünschte Qualität auf. Die ägyptischen Kartoffeln werden in größeren Mengen erst in der 17. oder 18. Kalenderwoche zur Verfügung stehen. Ein kleines Angebot an den sogenannten Spargelkartoffeln wird vorher schon für den Lebensmitteleinzelhandel abgepackt. Am Schälkartoffelmarkt bleibt die Lage unverändert. Das Preisniveau für Schälware verharrt auf Vorwochenniveau. Der Absatz ist eingebrochen, teils ist Kurzarbeit angesagt.

Sachsen
Der Absatzboom in der 12.Kalenderwoche zeigt immer noch Wirkung. Die Nachfrage nach Packware ist zum Wochenanfang total zusammengebrochen. Die in den Zentrallägern der großen Handelsketten angehäuften Lagerbestände sind noch nicht abgebaut. Die Bestellmengen wurden völlig überreizt. Die Erzeugerpreise für Speiseware haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Problematisch ist der gravierende Absatzrückgang im Schälbereich. Das öffentliche Leben ist lahmgelegt, gastronomische Einrichtungen, Schulen und Kindergärten haben zu. Es bleibt, die Krankenhäuser, Seniorenheime, Haftanstalten und den außer Haus Lieferservice zu bedienen. Das Preisniveau für geschälte Kartoffeln hat sich nicht verändert.

Sachsen - Anhalt
Nach dem in der Vorwoche der innerdeutsche Versandhandel mit Speiseware stark eingebrochen war, die Zentralläger der Handelsketten mussten ihre bestellten Übermengen abbauen, kommt der Handel langsam wieder ins Rollen. Die Bestellmengen bei heimischen Packern erreichen das gewohnte Maß, die Hamsterkäufe in der 12.KW wirken jedoch noch etwas nach. Der Versandhandel nach Polen und Tschechien läuft auf Sparflamme. Dorthin wird derzeit vorwiegend französische Speiseware geliefert. Die Schälkartoffelpreise sind stabil bei ganz schwacher Nachfrage. Die Pflanzkartoffelsaison beginnt. Die Auslieferungen an Landwirte und Kleingärtner nehmen zu. Durch die kalte Witterung verzögert sich das Kartoffellegen. Anbauer von Verarbeitungsware wollen zum Teil kleinere Flächen anbauen, da dieses Jahr durch enorme Absatzeinbußen im Verarbeitungssektor (Pommes Frites), keine Verträge für Verarbeitungsware abgeschlossen werden sollen.

Thüringen
Der Absatz von abgepackter Speiseware im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern hat sich wieder normalisiert. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist trotz vieler Einschränkungen im öffentlichen Leben stabil. Die geplanten Preisaufschläge sind nicht durchgesetzt worden. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Es ist ausreichend heimische Speiseware in guter Qualität verfügbar. Französische Kartoffeln und in kleinem Umfang ägyptische Frühkartoffeln ergänzen das Sortiment. Die Nachfrage nach den ägyptischen Knollen ist schwach. Sie werden zu einem Preis von 63 EUR/dt (franko) von den Packern bezogen. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Vorwochenniveau.

Quelle: LALLF

Veröffentlichungsdatum: 09.04.2020

Schlagwörter

Regional, Marktinformation, Ostdeutschland, LEH, Bestellungen, Speisekartoffeln