Copa-Cogeca begrüßt Bildung hochrangigen Gruppe zur Zukunft des europäischen Weinsektors
Am Donnerstag begrüßte Copa-Cogeca die von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos angekündigte Maßnahmen zur Zukunft des europäischen Weinsektors. Dabei betonte aber Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen, dass ohne weiteren Verzug ein Vorschlag zur Beibehaltung der Pflanzrechte für alle Weintypen in der EU herausgegeben werden muss und dieser Prozess nicht durch die Bildung der besagten Gruppe aufgehalten werden darf.
Pesonen sagte weiter: „Der Fortbestand der Pflanzrechte wird bereits auf breiter Front vom europäischen Sektor der Weinerzeugung sowie von 13 Mitgliedstaaten unterstützt. Die Pflanzrechte sind von lebenswichtiger Bedeutung für das Wirtschaftsleben ländlicher Gebiete und tragen zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Weinmarkts in der EU bei.“
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Wein“ von Copa-Cogeca, Thierry Coste, sagte seinerseits: „Copa-Cogeca ist überaus besorgt über die Auswirkungen, die eine Abschaffung der Pflanzrechte für den europäischen Weinsektor hätte. Mit der Liberalisierung der Pflanzrechte gingen gravierende Veränderungen auf Ebene der Weinanbaugebiete Europas einher, und die ohnehin schon bestehenden Ungleichgewichte in der Lebensmittelkette würden sich auf Kosten des Produktionssektors noch verschärfen. Copa-Cogeca fordert die Europäische Kommission daher dringend auf, ohne weiteren Verzug einen Vorschlag in die Wege zu leiten, mit dem die Pflanzrechte im Weinsektor beibehalten statt abgebaut werden, da eine Abschaffung der Pflanzrechte schon für große Sorge im europäischen Weinbau gesorgt hat. Ein zügiger Beschluss im Sinne der Aufrechterhaltung der Pflanzrechte ist geboten, um die Erzeuger in die Lage zu versetzen, die nötigen Investitionen vorzunehmen. Im Übrigen sind die Europa-Abgeordneten bereits im Zuge der Annahme des Berichts über die Zukunft der GAP im Mai letzten Jahres für den Fortbestand - statt eines Abbaus - der Pflanzrechte nach 2015 eingetreten.“
Pesonen bekundete abschließend die Bereitschaft von Copa-Cogeca, Ideen in die hochrangige Gruppe einzubringen, um die Voraussetzungen für eine wettbewerbsfähige und erfolgreiche Weinwirtschaft in der EU zu schaffen, und forderte den Kommissar dringend auf, dem europäischen Weinsektor eine lebensfähige Zukunft zu sichern.
In einer Pressemitteilung am Montag begrüßte Copa-Cogeca vor dem Hintergrund zunehmender Marktvolatilität die EU-Agrarratsdebatte zu gebotenen Maßnahmen der Marktverwaltung und rief dazu auf, diese weiter zu verstärken. Es müssen insbesondere die Pflanzrechte im Weinsektor sowie die Produktionsquoten im Zuckersektor verlängert werden, sagte Copa-Cogeca auf einem hochrangigen Treffen mit der dänischen Ratspräsidentschaft.
Im Weinsektor müssen die Pflanzrechte erhalten bleiben, um einen ausgewogenen Weinmarkt sicherzustellen und die Beschäftigung in ländlichen Gebieten zu wahren. Dies ist bereits von 13 Mitgliedstaaten und den Europa-Abgeordneten unterstützt worden“, betonte Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen.
Veröffentlichungsdatum: 25.01.2012
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