Fünfzigjähriges Bestehen der gemeinsamen Agrarpolitik
Copa-Cogeca begrüßte am gestrigen Montag das fünfzigjährige Bestehen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Es handelt sich um die einzige wahrhaft gemeinsame Politik und sie hat einen wesentlichen und von Erfolg gekrönten Beitrag zum Aufbau Europas, zur Stabilisierung der Agrarrohstoffmärkte in der EU, zur Ernährungssicherheit sowie zur Beibehaltung der Beschäftigung für 40 Millionen Menschen überwiegend in den ländlichen Gebieten der EU geleistet, sagten die Präsidenten von Copa und Cogeca.
Copa-Präsident Gerd Sonnleitner betonte: „Die GAP bildet das Rückgrat der ländlichen Gebiete überall in der EU und hat ihr Ziel der Sicherung einer hochwertigen Lebensmittelversorgung von 500 Millionen europäischen Verbrauchern zu vernünftigen Preisen erfolgreich erfüllt. Zugleich gehen aber die von den Landwirten auf den Märkten erwirtschafteten Erlöse stark zurück, da wir unsere Märkte Importen öffnen, bei denen nicht ähnlich hohe Standards wie in der EU einzuhalten sind, und die Landwirte sich der enormen Kaufkraft einer Handvoll Supermärkte gegenübersehen. Die Einkommen der Landwirte sind nur halb so hoch wie die gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste. Vor diesem Hintergrund und angesichts der zunehmenden Marktvolatilität, schwindender Ressourcen und der wachsenden Nachfrage nach Lebensmitteln weltweit muss die anstehende GAP-Reform zur Stärkung der wirtschaftlichen Rolle der Landwirte bei der Beschaffung von Lebensmitteln genutzt werden, um eine dynamische, innovative und rentable Landwirtschaft in der Zukunft sowie eine prosperierende Ernährungswirtschaft sicherzustellen.“
Cogeca-Präsident Paolo Bruni unterstrich: „Wir wollen bessere Preise für die europäischen Landwirte und ihre Genossenschaften gesichert sehen. Es ist von entscheidender Bedeutung, im Zuge der Reform die Position von Erzeugerorganisationen - wie der Genossenschaften - in der Lebensmittelkette zu stärken, um der wachsenden Nachfrage nach Lebensmitteln weltweit zu begegnen und eine wettbewerbsstarke Ernährungswirtschaft in der EU sicherzustellen. Es müssen auch die Wettbewerbsregeln angepasst werden, damit Genossenschaften in Größe und Umfang wachsen können und so in der Lage sind, größere Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen und zur Wiederherstellung einer ausgewogenen Lebensmittelkette beizutragen.
Veröffentlichungsdatum: 24.01.2012
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