BASF gibt Gentech-Pflanzen für Europa auf
Die Ankündigung des deutschen Chemie- und Gentechnikkonzerns BASF, die Entwicklung und Vermarktung von Gentech-Pflanzen für Europa zu stoppen, ist ein schöner Erfolg und Konsequenz jahrelangen Widerstandes der KonsumentInnen gegen Gentechnik.
BASF stellt laut eigener Ankündigung sowohl die Vermarktung der Antibiotika-resistenten Risiko-Kartoffel "Amflora" ein, eine von nur zwei derzeit in der EU zum Anbau zugelassenen Gentech-Pflanzen, als auch die der genmanipulierten Kartoffel "Fortuna". Die "Fortuna"-Gentech-Pommes, für die BASF erst im Herbst die Anbauzulassung beantragt hatte, werden also ebenfalls nicht auf den Tellern der Österreicherinnen und Österreicher landen.
Das ist ein großer Erfolg für die europäischen KonsumentInnen, die Gentech-Pflanzen vehement ablehnen. 2010 hatten über 1 Million Menschen in einer europaweiten Unterschriftenaktion für ein Moratorium auf die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen ihre Unterschrift geleistet, mehr als 45.000 davon aus Österreich.
BASF gesteht mit der Ankündigung nun endlich ein, dass die EuropäerInnen keine Gentechnik-Pflanzen auf ihren Feldern und schon gar nicht auf ihren Tellern wollen, und das aus guten Gründen. Nicht nur die möglichen Risiken für die menschliche Gesundheit sind weiterhin ungeklärt, Gentech-Pflanzen gehen auch Hand in Hand mit industrieller Intensivlandwirtschaft, dem Einsatz von Pestiziden und enttäuschenden langfristigen Erträgen.
Greenpeace fordert
Es ist jetzt an der Zeit, dass auch die bisher so Gentechnik-freundliche EU-Kommission ihre Politik überdenkt. Der Rückzug von BASF aus Europa ist als eine Folge zahlreicher Niederlagen für die Gentechnik-Industrie in den letzten zwei Jahren zu werten. Auch politische Entscheidungen gegen Gentechnik-Pflanzen in China, Indien, auf den Philippinen und in Thailand waren schwere Rückschläge, zudem ist die Ablehnung der Gentechnik in der EU weiter gestiegen.
Quelle: Greenpeace
Veröffentlichungsdatum: 23.01.2012
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