Hans Smits, Generaldirektor der Port of Rotterdam Authority: “Trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Gesamtsituation und dem seit November bestehenden Nullwachstum des Hafenumschlags ist dies das neunte Jahr in den letzten zehn Jahren, in dem wir ein Wachstum verzeichnen können. Dies zeigt uns, wie wichtig es ist kontinuierlich in den Ausbau der Kapazitäten sowie in neue Aktivitäten zu investieren, wie z.B. die Lagerung von LPG und die Produktion von Bioethanol.
Das größte Wachstum war bei den Containern, der Kohle und den Agrarmassengütern festzustellen. Der Hafenumschlag ist stark von der Entwicklung des – relevanten – Welthandels sowie der deutschen Industrieproduktion abhängig. Auf Basis dieser Überlegung hoffen wir, im nächsten Jahr das jetzige Niveau halten zu können. Ich gehe hierbei davon aus, dass wir in der zweiten Jahreshälfte die europäische Vertrauenskrise hinter uns haben werden. Die Wirtschaft und die Port of Rotterdam Authority werden weiterhin investieren, z.B. in die 2. Maasvlakte und Container und Tankterminals, denn auch ab 2013 erwarten wir doch ein ordentliches Wachstum.”
Der Umschlag von Containern stieg um 10 % gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum in 20-Fuß-Einheiten betrug gut 6% (nun 11,9 Mio. TEU). Diese Differenz zeigt, dass weniger leere Container umgeschlagen wurden. Rotterdam baute seine Position im quantitativ größten ‘trade’, dem zwischen Europa und Asien weiter aus. Auf dieser Strecke werden immer mehr Schiffe von 10.000-15.000 TEU eingesetzt, die hier bequemer anlegen können als bei der Konkurrenz. Auch das direkt an diese Schiffen gekoppelte ‘Transhipment’, vor allem für den Ostseeraum, florierte weiterhin. Der Umschlag des innereuropäischen Containerverkehrs, ‘Shortsea’, verzeichnet ein leichtes Wachstum.
Der roll-on-/roll-off-Sektor in Rotterdam ist beinahe komplett auf den britischen Markt ausgerichtet, in dem ein bescheidenes Wirtschaftswachstum festzustellen ist. Das Wachstum der Fährdienste beläuft sich daher auf nur 4% (Umschlag von nunmehr knapp 18 Mio. Tonnen). Die finanziellen Margen sind immer noch hauchdünn, nicht zuletzt auf Grund des auch innerhalb Rotterdams scharfen Wettbewerbs.
Das sonstige Stückgut wächst weiterhin, dieses Jahr um 13%. Die knapp 8 Mio. Tonnen bestehen aus den Wachstumsprodukten Stahl, Metallen (Aluminium, Kupfer etc.) und Projektladung, wie auch aus Papier- und Holzprodukten, Autos und Obst. Letzteres wird mittlerweile zum größten Teil in Containern angelandet.
Quelle: Port of Rotterdam
Veröffentlichungsdatum: 09.01.2012
Copyright © fruchtportal.de
25.05
24.05
26.05
25.05
15.06