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Dienstag, 22.05.2012 E-mail

NEWS / NEWSARCHIV

BLE-Marktbericht KW 46 / 2011 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

Mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin

Bananen
Eine gut auf den Bedarf abgestimmte Bereitstellung stillte die in der Regel freundliche Nachfrage. Die Woche war geprägt von sehr unterschiedlichen Kursentwicklungen auf den jeweiligen Märkten. Einzig in Hamburg veränderte man die Forderungen nicht wesentlich; in Berlin stiegen sie für das gesamte Sortiment an. Die Erstmarke verteuerte sich in Frankfurt. In Köln verbilligte sie sich trotz eines regen Interesses. Für die Zweit- und Drittmarken musste hier etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. In München versuchte man dagegen, deren Absatz durch Vergünstigungen anzukurbeln. In Frankfurt blieben ihre Notierungen konstant, obwohl eine große Anzahl an Rückläufern aus dem LEH den Handel beeinträchtigten.

Äpfel
Ohne Unterlass weitete sich die Produktpalette aus. Das betraf Aufmachungsformate und Varietätenvielfalt. Deutschland und Italien herrschten vor; Frankreich, die Niederlande und Belgien komplettierten. Der Verkauf gestaltete sich relativ stetig, wenn auch manchmal zögerlich. Geringe Chargen an Modi® und Kanzi® generierten in Frankfurt ausreichend Beachtung. In München schoben sich die Partien mit intensiver roter Färbung kontinuierlich stärker in den Fokus. Im Vorfeld von Erstem Advent und Nikolaus kamen da kleinfallende Red Chief wie gerufen. Mehrheitlich verharrten die Preise auf bisherigem Niveau. Beruhend auf einem Überangebot bewegten sich die Bewertungen in Köln bei losen inländischen Braeburn und in Berlin bei Pink Lady aus Italien und Frankreich aber nach unten.

Birnen

Überwiegenden italienischen Anlieferungen standen ergänzend deutsche und niederländische Erzeugnisse zur Seite. Wenige spanische Abladungen rundeten das Sortiment ab. Die Umschlagsmöglichkeiten blieben zuweilen hinter den Erwartungen zurück, was jedoch nicht unweigerlich zu niedrigeren Kursen führte. Normalerweise stabil, tendierten die Notierungen nur in Frankfurt für sehr reife, spanische Rote Williams Christ und in Berlin für kaum georderte Santa Maria und Williams Christ aus Italien abwärts. Für Abate Fetel waren in Köln und Berlin sogar leichte Verteuerungen drin; verursacht durch einen freundlichen Zuspruch.

Tafeltrauben
Während sich offensichtlich eine anwachsende Anzahl von Produkten aus dem Mittelmeerraum aus der Vermarktung verabschiedete, schickte sich die Überseeware an, den Handel zu erobern. Dies gelang ihr durch eine Ausweitung der Mengen und Varietätenvielfalt. Das Interesse ließ in der Regel keine übermäßig starke Ausprägung erkennen. Daraus resultierten häufig konstante Forderungen. Vergünstigungen betrafen vor allem brasilianische und türkische Offerten in Frankfurt und Köln. Da man in Hamburg für knapper werdende italienische Partien mehr verlangte, stockte deren Absatz. Ausschließlich Berlin berichtete von gestiegener Unterbringung; gemeinhin ein Garant für höhere Preise. Griechenland war aber außen vor.

Kiwis
Ungebrochen beherrschten die neuseeländischen Importe das Geschäft. Doch die Konkurrenz aus Griechenland, Italien und in geringem Umfang aus Frankreich schlief keinesfalls. Nach und nach verbesserte sich deren Verfügbarkeit. Zu wünschen wäre gewesen, die Qualität hätte sich genauso optimiert. Bei normalerweise ruhigem Bedarf konnten bei den Bewertungen keine großen Bewegungen festgestellt werden. In Berlin etablierten sich die meisten Veränderungen. Die Chargen aus Neuseeland verteuerten sich wegen des eingeschränkten Angebotes und die aus Griechenland verbilligten sich aufgrund einer intensiveren Versorgung.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Anlieferungen von Clementinen waren wirklich sehr reichlich: an spanischen Abladungen kam man nicht vorbei. Italien, Marokko und Griechenland komplettierten die Produktpalette. Obwohl die kühlen Temperaturen die Nachfrage ankurbelten, konnten die Händler mengeninduziert niedrigere Kurse nur selten umschiffen. Dem entgingen am ehesten Erzeugnisse exklusiver Güte in Hamburg und Kleinsteigen zu 2 kg oder 2,5 kg in Frankfurt. Bei Satsumas dezimierte sich die Präsenz der spanischen Zufuhren. Die Disponibilität von türkischen Offerten dehnte sich dagegen aus. Trotz nicht immer perfekten Geschmacks initiierten diese generell hinlänglichen Zuspruch, um konstante Forderungen zu gewährleisten.

Orangen

Das Angebot aus der südlichen Hemisphäre verringerte sich. Infolge spärlicher Order und teilweise auch einstandsorientiert bewegten sich die Preise abwärts. Die Verfügbarkeit spanischer Ware, die immer häufiger mit angenehmen organoleptischen Eigenschaften punktete, vergrößerte sich. Da dies von einem mehr oder minder anwachsendem Bedarf begleitet wurde, veränderten sich die Bewertungen in der Regel nicht einschneidend. In Frankfurt konnte bereits auf erste Navelina aus der Türkei zugegriffen werden. Die Partie war noch enorm sauer und hellschalig, erzielte aber 15,- € je 15-kg-Karton.

Zitronen
Spanien bestimmte vor der Türkei das Geschehen. Erste italienische Abladungen trafen in Köln und Berlin ein und rundeten das Sortiment ab. Der Verkauf gestaltete sich in Hamburg flott und verlief in Frankfurt und Köln stetig, was stabile Forderungen nach sich zog. Ausschließlich in Berlin konnte das Interesse nicht mit der üppigen Versorgung mithalten; hier gaben die Notierungen nach. Auch in München kosteten die Früchte weniger als zuvor, wobei die Vergünstigungen bei den spanischen Offerten etwas deutlicher ausfielen als bei den türkischen.

Blumenkohl

Frankreich lag mittlerweile vor dem Inland und Italien an der Spitze. Spanische und belgische Chargen traten erstmals in Erscheinung und hatten wie niederländische ergänzenden Charakter. Die Nachfrage war insgesamt nicht sehr ausgeprägt; sie blieb in Frankfurt und München weit hinter den Erwartungen zurück. In Köln wiesen die Produkte relativ unterschiedliche Qualitäten auf. Aktionen im LEH wirkten sich in Hamburg negativ auf den Absatz von französischen Partien aus. Dies alles war den Kursen nicht besonders zuträglich; sie sanken, zum Teil drastisch. Einzig in Berlin veränderten sie sich nicht.

Salat
Die Saison von Eissalat aus Deutschland wurde beendet; ab Dienstag standen lediglich Importe aus Spanien bereit. Diese verbilligten sich, da sie zum einen zu umfangreich verfügbar waren und zum anderen hinsichtlich ihrer Güte nicht immer überzeugten. Bei Kopfsalat aus Belgien, dem Inland und Italien bewegten sich die Notierungen bei einem steten Bedarf nicht wesentlich. Einheimische Treibhausofferten verdrängten zunehmend Freilandware. Dies traf auch auf Bunte Salate zu, wo die Bewertungen ziemlich deutlich anzogen. Jahreszeitgemäß stiegen die italienischen Mengen an, die inländischen schwächten sich ab. In Frankfurt veräußerte man ersten französischen, grünen Lollo Bionda zunächst zu 8,75 € je 9 Stück; dieser hohe Preis konnte bis zum Freitag aber nicht aufrecht erhalten werden. Bei Feldsalat überwogen deutsche Abladungen. Ausschließlich in Köln bröckelten die Forderungen ab, da die Versorgung zu gewaltig ausfiel. Endivien stammten aus Italien, dem Inland und Belgien; für sie musste in etwa so viel gezahlt werden wie bislang.

Gurken
Während sich die spanischen und griechischen Anlieferungen massiv ausdehnten, schränkten sich die mitteleuropäischen ein. Einheimische sowie niederländische Zufuhren traten nur noch vereinzelt in Erscheinung; ihre Kampagne neigte sich zusehends dem Ende entgegen. Spanische Partien wurden hin und wieder zu üppig disponiert und wiesen in Köln manchmal qualitative Mängel auf. Ihre Kurse tendierten häufig abwärts; allein in Berlin und Frankfurt veränderten sie sich nicht. Produkte aus den Niederlanden und Belgien verteuerten sich in Berlin zum Wochenende hin angebotsbedingt. Für Minigurken musste in München grundsätzlich tiefer in die Tasche gegriffen werden; in Hamburg kosteten niederländische weniger als zuvor.

Tomaten
Die Versorgung weitete sich aus. Spanische Abladungen prägten vor niederländischen und belgischen das Geschehen. Marokko hatte wie Italien und Deutschland lediglich ergänzenden Charakter. Die Beachtung blieb vielerorts hinter den Erwartungen zurück. Zudem konnten manche Chargen hinsichtlich ihrer Güte nicht überzeugen. Die Notierungen bewegten sich insgesamt, wenn auch marginal, nach unten. Es gab aber Ausnahmen: In Berlin forderte man spanische Kirschtomaten, in München frische belgische und niederländische Importe einstandsinduziert fester. In Frankfurt hob man am Freitag die Preise infolge eines verbesserten Interesses generell etwas an.

Gemüsepaprika
Die Verfügbarkeit wuchs an und überstieg ab und zu den Bedarf. Spanien und die Niederlande machten das Gros der Geschäfte aus. Bedingt durch gewaltige Mengen senkten die Händler die Bewertungen in Köln für gelbe Produkte und in Frankfurt für Standardofferten. In Berlin verbilligten sich gelbe und rote Partien, während für grüne mehr gezahlt werden musste. Aktionen im LEH beeinträchtigten in Hamburg die Absatzmöglichkeiten für rote spanische Früchte. Türkische Anlieferungen waren zum einen in München knapp; sie verteuerten sich. Zum anderen verstärkten sie in Frankfurt ihre Präsenz, was zu schwächeren Kursen führte. Wegen einer erhöhten Nachfrage kosteten in Berlin grüne Varietäten mehr als bisher. Belgische und einheimische Angebote rundeten das Sortiment ab, welches durch marokkanische grüne und rote Spitzpaprika komplettiert wurde.

Zwiebeln

Dank einer ausgedehnten Versorgung sicherten sich spanische Gemüsezwiebeln vor niederländischen den ersten Platz. In Berlin vergünstigten sich die Importe aus Spanien aufgrund einer zu umfangreichen Bereitstellung. Auch in Frankfurt bröckelten die Forderungen leicht ab. Dagegen zogen sie in Köln infolge einer sehr freundlichen Beachtung merklich an. In Sachen Haushaltsware bestimmte das Inland vor den Niederlanden und Polen die Szenerie. Die Notierungen gerieten bei einem steten Zuspruch kaum in Bewegung.


Weitere Informationen

Frankfurt
Süßkirschen fanden via Flug aus Chile und Südafrika wieder Zugang zum Handel. Die Kurse lagen je nach Größe zwischen 25,- und 33,- € je kg. Deutsche und niederländische Erdbeeren interessierten nur zum Wochenschluss. Offerten aus Peru ergänzten in kleinen Chargen. Die Nachfrage nach südafrikanischen Pfirsichen und Nektarinen blieb hinter den Erwartungen zurück, die nach Kakis verharrte auf hohem Niveau. Die Gemüsepalette wurde erweitert. Italien lieferte nun auch Lauchzwiebeln und Brokkoli. Die niederländischen Erzeuger räumten die Treibhäuser, daher standen angewachsene Mengen an unsortierten Auberginen der Klasse II in geringerem Kaliber zur Disposition. Das Angebot an gelben Zucchini beschränkte sich auf wenige spanische Abladungen, die zu 12,- bis 13,- € je 5-kg-Kiste recht teuer verkauft wurden. Die EU-Kommission erlaubt ab dem 01.12. die Verwendung des natürlichen Süßungsmittels Stevia rebaudiana, hierzulande auch Süßblatt oder Honigkraut genannt, in Lebensmitteln. Somit wird das Verwirrspiel um die Deklaration ein Ende haben. Am Markt ist Stevia als Topfpflanze und als Keimpflanze Honey-Cress schon seit längerer Zeit vorrätig.

Hamburg
Erste Muster von Heidelbeeren aus Südamerika wurden zu 1,- bis 1,20 € je 125-g-Schale veräußert. Die Saison von chilenischen Kirschen startete mit Bing in 32 mm+ zu Forderungen von 45,- € je 2-kg-Steige. Grapefruits und Granatäpfel aus der Türkei waren über Bedarf verfügbar und schwächer bewertet. Für üppige Kakis aus dem Mittelmeerraum konnten die bisherigen Notierungen nicht mehr bestätigt werden. Infolge des Kampagnenabschlusses einheimischer Radieschen wurden frische Einfuhren aus Italien glatt untergebracht.

Köln
Ab dem 14.11. lud man Spitzkohl aus Portugal ab, der jedoch noch nicht in vollem Umfang zufriedenstellend abgesetzt werden konnte. Italienischer Kohlrabi ließ aufgrund der differenzierenden Größen weite Kursspannen erkennen. Erdbeeren wurden gut geordert. Wegen schwankender Qualität musste der Kunde unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Italien schickte Lauchzwiebeln; Deutschland gab aber noch den Ton an. Inländischer Grünkohl war massenhaft vorhanden und mit Verbilligungen konfrontiert. Gelegentlich vermarktete Aprikosen aus Südafrika erzielten stolze 42,- € je 5-kg-Karton, was den Zuspruch nicht verhinderte.

München
Die Preise der geringen Mengen von Erdbeeren zogen ab dem 16.11. merklich an. Neben belgischen Produkten standen französische und westdeutsche aus dem Glashaus zur Verfügung. Italienische Ergänzungen interessierten kaum. Aus Chile trafen neuerdings Kirschen ein. Einheimischer Chicorée kostete ähnlich viel wie die Importe. Erste italienische Radieschen und Kohlrabi begegneten einem sichtlich minimierten inländischen Angebot. Auch bei Lauchzwiebeln, Bundmöhren und Rettichen expandierten die Lieferungen aus Italien enorm. Ägypten stieg in das Geschäft mit Buschbohnen und Lauchzwiebeln ein. Stangenbohnen waren knapp und man musste spürbar mehr aufwenden als bisher. Deutscher Brokkoli verbuchte noch immer relativ gewichtige Verkaufsanteile. Ein zu langsamer Umschlag von reichlichem Weißkohl bewirkte niedrigere Bewertungen. Erster portugiesischer Spitzkohl wurde wegen hoher Notierungen wenig beachtet, zumal man einheimischen in optimaler Kondition genügend ablud. Dagegen verminderten sich frühzeitig inländische Hokkaido-Kürbisse, woraufhin die Forderungen einen festeren Verlauf zeigten.

Berlin
Ananas waren üppig vertreten; hauptsächlich aus Costa Rica. Die Früchte wurden in Kartons mit 5 bis 8 Stück veräußert. Die Kurse lagen je nach Anzahl und Qualität zwischen 7,- und 10,- €. Die Versorgung mit Artischocken wuchs augenscheinlich an. Französische Erzeugnisse brachten etwa 30,- € je 10 kg, italienische zwischen 15,- und 15,50 € je 4,5-kg-Steige.

 

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.



Mit freundlicher Genehmigung der BLE dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Veröffentlichungsdatum: 23.11.2011
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