BLE: Saisonbeginn für Satsumas und Clementinen aus Europa
Frankfurt:
Die ersten kleinen Zitrusarten aus der neuen europäischen Ernte verdrängten vermehrt Pfirsiche und Nektarinen, die noch spärlich im Angebot waren. Spanien lieferte schon in anwachsendem Maße Clementinen und Satsumas; Anfang November sollen Orangen folgen. Die Partien präsentierten sich allesamt in ordentlicher Qualität. Während einige Offerten geschmacklich durchaus überzeugen konnten, waren andere trotz gleicher Ausfärbung fade oder sauer. Bei den Satsumas handelte es sich ausschließlich um Okitsu in den Größen 1X bis 1XXX. Eine entgrünte Charge wies gelbe Schalen wie Zitronen auf; das überaus saftige Fleisch zeigte sich kräftig orange, erreichte jedoch lediglich einen Brix-Wert von 8,5 bis 9,0°. Bei den Clementinen waren Clemenrubi und Marisol in Kaliber 1/2 sowie 3 mit 140 Stück je Karton am Markt.

Miyagawa aus Italien (c) BLE
Auch aus Italien wurden ab Mitte der 40. KW geringe Mengen Satsumas der Varietät Miyagawa aus Sizilien eingeführt. Die in 8-kg-Holzkisten mit Blatt versehenen Produkte der Sortierung 1/2 verfügten einerseits über eine grüne Schale, andererseits aber über gut ausgefärbtes oranges Fleisch. Die saftigen, süßsäuerlichen Früchte schmeckten angenehm; kein Wunder bei 10,5 bis 12,2° Brix. Vor dem Wochenende standen mittlerweile sogar Okitsu aus der Türkei zum Verkauf. Die sehr saftigen, überaus sauren Importe, 7,9 bis 8,8° Brix, ließen sich nicht leicht schälen und besaßen manchmal Schalenfehler (Entgrünungsschäden).
Hamburg
Langsam ansteigende Ankünfte mit Clementinen von der iberischen Halbinsel konnten trotz ansprechenden Geschmacks nur verzögert untergebracht werden. Neben der Standardware blieben selbst exklusive Marken nicht von rückläufigen Forderungen verschont. Wegen einer mäßigen Versorgung gerieten spanische Satsumas nicht unter Abgabedruck. Lagervorräte von Mandarinen mit Ellendales und Ortanique von der südlichen Halbkugel fanden ungeachtet des Preisvorteils wenig Anklang.
Gelbschalige Okitsu aus Spanien (c) BLE
Köln
Das Angebot weitete sich merklich aus. In verschiedenen Aufmachungen wurden aus Spanien hauptsächlich Satsumas, alleinig Okitsu, und Clementinen, und zwar Clemenrubi und Marisol, bereitgestellt. Clemenrubi orderte man entgegen ihres stolzen Kurses von bis zu 25,- € je 10-kg-Holzkiste gerne, da ihr angenehmes Aroma lockte. Bei Mandarinen aus Übersee wurden nur noch vereinzelt Ellendales gehandelt.
München
Die hinsichtlich Geschmack inzwischen schon respektablen Offerten aus Südeuropa erfuhren aufgrund der anhaltenden spätsommerlichen Witterung immer noch nicht hinlänglich Beachtung. Argentinische Mandarinen der Varietät Ortanique verfügten über bessere Eigenschaften.
Berlin
Die Produktpalette hatte sich verbreitert. Bei den Mandarinen gab es neben Ellendales aus Argentinien Fortune aus Peru zu 2,20 € je kg. Das Interesse für die südamerikanischen Importe war fortlaufend groß, da sie geschmacklich überzeugen konnten. Aus Spanien wurden Satsumas, Okitsu zu 1,20 € je kg, sowie Clementinen, Clemenrubi zu 1,70 € je kg, angeboten. Beide vermochten mit ihren typischen Fruchtmerkmalen noch nicht zu punkten und es bildeten sich Bestände.
Quelle: BLE Marktbericht
Veröffentlichungsdatum: 12.10.2011
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