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Montag, 21.05.2012 E-mail

NEWS / NEWSARCHIV

BLE-Marktbericht KW 40 / 2011 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

Mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin

Birnen
Italien herrschte eindeutig vor; insbesondere mit Abladungen von Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ. Dann folgten auch schon die einheimischen Offerten: unter anderem Williams Christ, Alexander Lucas und Conference. Da die Bereitstellung nicht übermäßig stark ausfiel, war die ruhige Nachfrage kein allzu besorgniserregendes Problem. Die Notierungen veränderten sich nicht viel. Einzig in München tendierten die Kurse insgesamt nach unten; in Köln traf dies ausschließlich auf gelegte Abate Fetel aus Italien zu. Am Freitag war eine Charge großkalibriger Flor de Invierno in Frankfurt vorrätig. Die lose in Holzkisten aufgemachte 80/90er-Sortierung kostete 1,- € je kg und man kaufte sie nur zögerlich.

grafiek van het wekelijkse bericht
Quelle: BLE


Äpfel

Die Produktpalette hatte sich kaum noch ausgeweitet. Italienische und deutsche Zufuhren dominierten. Dabei wurden sie von französischen Erzeugnissen ergänzt. Die Niederlande steuerten relativ wenig zum Angebot bei. Neuerdings konnten italienische Kanzi aus Südtirol und einheimische Red Prince geordert werden. Das Absatztempo war beständig moderat, kam nicht wirklich in Schwung. Gewöhnlich reichte esaus, um stabile Bewertungen zu sichern. Zeitweise schwächelten die Preise von französischen Anlieferungen. In Frankfurt und München war dieser Trend geringfügig bei allen Partien zu erkennen.

Tafeltrauben

Vielfältige und hinlängliche Importe aus Italien, Griechenland und der Türkei wurden komplettiert von Chargen aus Frankreich, Spanien und sogar Portugal. In Hamburg vermarktete man erste Vorläufer von Chrimson Seedless aus Peru. Sie brachten 13,50 € je 4,5-kg-Karton. Das Interesse hatte sich durchweg verbessert. Häufig konnten die Forderungen aber nicht angehoben werden, da die Versorgung recht hoch war. Bei einigen Sorten, vorrangig bei den kernlosen, und bei den exklusiven Aufmachungen musste man dann doch hin und wieder etwas tiefer in die Tasche greifen. Berlin nahm sich davon aus: hier verbilligten sich die hellschaligen Varietäten wegen zu mäßigen Zuspruchs.

Kiwis
Alles beim Alten: Neuseeland überwog; Chile kam noch in sehr geringem Maß vor. Italienische Ware wurde nur in Hamburg und Köln veräußert. Eine am Bedarf orientierte Bereitstellung gewährleistete gemeinhin konstante Kurse. In Berlin führte anfänglich das Fehlen chilenischer Abladungen zu leichten Verteuerungen der neuseeländischen Offerten. Zum Wochenende war Chile wieder mit dabei; 12,- € kostete die 10-kg-Kiste.

Erdbeeren
Die Präsenz einheimischer und belgischer Produkte verminderte sich etwas; die der italienischen und niederländischen veränderte sich dagegen kaum. Das Angebot war auf die abgeschwächte Nachfrage ausgerichtet. Einzig in Frankfurt überstieg es eindeutig die Unterbringungsmöglichkeiten. Daher mussten hier die Forderungen auch merklich zurückgenommen werden. Ansonsten traten die Preisabfälle weniger offensichtlich zu Tage. In Berlin gab es indes kleine Schwankungen, die ihrerseits aber auf unterschiedlichen Qualitäten beruhten.

Pflaumen
Sortimentsvielfalt und Verfügbarkeit schränkten sich der Saison entsprechend augenscheinlich ein. Somit verharrten die Notierungen oft auf einem recht hohen Niveau. Allerdings machten fortgeschrittene Reife und mangelnde Konditionsstabilität den Händlern immer häufiger einen Strich durch die Rechnung. Da mussten selbst die Hartgesottensten Kompromissbereitschaft zeigen, um nicht auf der Ware sitzen zu bleiben. Nur selten konnten vor dem Wochenende noch einmal Verteuerungen erwirkt werden.

Zitronen

Spanische Abladungen herrschten vor. Die neuen Primofiori brachten mit Einständen von bis zu 18,- € je 15-kg-Steige mehr als Verna, die zunehmend weniger geordert wurden. Die angewachsenen Mengen türkischer Interdonato verbilligten sich zuweilen. Zurückgehende Importe aus Übersee ließen manchmal Wünsche bezüglich der Güte und der Frische offen. Also bewegten sich auch hier die Preise gelegentlich abwärts.

Bananen
Einzig in Hamburg blieben die Notierungen trotz eines schwächeren Interesses für das gesamte Sortiment konstant. In München verteuerte sich die Erstmarke; die Zweitmarken vergünstigten sich aufgrund von Aktionen des LEH. In Berlin musste für die Zweit- und Drittmarken mehr als bisher gezahlt werden, die Kurse der Erstmarke veränderten sich nicht. In Köln zog der Absatz der Zweitmarken an, da die Erstmarke knapp war und zudem teilweise qualitativ nicht überzeugen konnte. In Frankfurt wurden am Donnerstag die Forderungen für die Zweitmarken erhöht. Am Freitag senkte man sie aber wieder ab.

Blumenkohl

Deutschland dominierte augenscheinlich den Markt. Die Verfügbarkeit von niederländischen, belgischen und französischen Partien hatte zugenommen. 8er-Abpackungen, zuvor eher selten vorhanden, gab es nun reichlicher. Die Bewertungen fielen meist ab. Dies basierte sowohl auf einer zu großen Bereitstellung als auch auf niedrigeren Einständen. Zudem versuchte man mittels Preisreduzierungen die Nachfrage etwas zu beleben, was aber nur hier und da gelang.

Salat
In Hamburg und Köln konnten sich die Notierungen bei einem befriedigenden Interesse für weite Teile des Sortimentes halten. Inländischer und belgischer Kopfsalat verteuerte sich in München und Frankfurt, was dem Zuspruch aber nicht schadete. Bei Eissalat schränkten sich die deutschen und niederländischen Anlieferungen ein; die spanischen verstärkten sich dagegen. In Berlin musste man für spanische, in München für einheimische Zufuhren tiefer in die Tasche greifen. In Frankfurt ließen sich angehobene Forderungen nicht bis zum Schluss durchsetzen; zum Wochenende hin sanken sie wieder. Für Bunte Salate blieben die Kurse in München infolge einer zu ausgedehnten Versorgung im Keller. In Frankfurt zogen sie anfangs an und konnten bis Freitag auch bestätigt werden. Bei Feldsalat kam es in Köln für inländische und in München für belgische Abladungen zu Vergünstigungen. In Berlin kostete er in etwa so viel wie bisher.

Gurken
Deutschland bestimmte vor den Niederlanden, Belgien und Spanien das Geschehen. Aus Spanien trafen folierte Erzeugnisse ein, deren Preise sich am unteren Ende der Warenpalette ansiedelten. Die insgesamt rückläufige Bereitstellung deckte noch immer den Bedarf. Die Bewertungen konnten sich meist behaupten. Verbilligungen waren nur in Hamburg für alle Herkünfte und in Köln für belgische Partien zu beobachten.

Tomaten
Niederländische und belgische Chargen machten das Gros der Geschäfte aus; deutsche, italienische und spanische hatten etwas weniger Handelsanteile. Die Abladungen aus Spanien, insbesondere die mit runden Früchten, wuchsen an. Marokkanische Zufuhren komplettierten in München, polnische in Berlin das Sortiment. Der Zuspruch war häufig freundlich. Die Notierungen stiegen oftmals an. Vergünstigungen gab es lediglich in Hamburg für runde Produkte sowie in Köln für belgische und niederländische Rispenofferten.

Gemüsepaprika
Niederländische Anlieferungen überwogen; spanische und türkische folgten. Ungarn und Belgien hatten bloß ergänzenden Charakter. Der Trend der Vorwoche setzte sich fort: Weiterhin drängten spanische Angebote massiv auf den Markt und übten auf die anderen Herkünfte preislichen Druck aus. Die bisherigen Kurse bröckelten vielfach ab. Ausnahmen waren rar: So blieben in Berlin rote und grüne Erzeugnisse konstant bewertet. In Frankfurt wurden neue belgische Partien recht teuer veräußert.

Zwiebeln
Bei Haushaltsware bestimmten Deutschland und die Niederlande das Geschäft. Bei Gemüsezwiebeln prägte Spanien das Geschehen. Inländische Abladungen komplettierten in der Regel das Sortiment; einzig in München tauchten sie häufiger auf. Das Interesse präsentierte sich oftmals freundlich, lediglich in München ließ es zu wünschen übrig. Die Notierungen veränderten sich ab und an: In München verbilligten sich Gemüsezwiebeln generell; in Hamburg waren davon nur spanische Importe betroffen. In Berlin kostete jegliche Haushaltsware mehr als zuvor; in Köln musste für niederländische weniger gezahlt werden.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei den deutlich reduzierten Mengen von italienischen und spanischen Pfirsichen und Nektarinen konnten die Händler leichte Kursanhebungen durchsetzen. In dieser Woche wurde eine besondere Aufmachung offeriert: der sogenannten Beutel-Pfirsich. Jede Frucht wird schon vor dem Reifeprozess am Baum in kleine Tüten aus Transparentpapier gepackt. Das Ergebnis ist ein Erzeugnis mit einer gleichmäßig orange-gelben Färbung, wie bei einer Aprikose. Produkte aus der Türkei waren ebenfalls immer weniger vertreten und konnten konditionsbedingt kaum noch an den Mann gebracht werden. Das auf die Nachfrage ausgerichtete Angebot von südafrikanischen Orangen rundeten argentinische Valencia Late in der Größe 3/4 ab. Bei spanischen Kaki wurden die knappen flachen Triumph von täglich zunehmenden Zufuhren anderer Varietäten abgelöst, die sowohl in 3-kg- als auch in 5-kg- und 6-kg-Kartons vorrätig waren. Deren Preise lagen bei 2,- bis 2,80 € je kg. Stangenbohnen aus Spanien für 10,- € je 4-kg-Kiste ergänzten die aus dem Inland und Marokko.

Hamburg
Aufgrund geringerer Güte sanken die Notierungen für Feigen aus Italien und der Türkei. Das Interesse an Limetten und Avocados verschiedener Herkunft belebte sich infolge von Vergünstigungen. Vorboten von Stangenbohnen aus Spanien wurden zu 10,50 € je 4-kg-Kolli vermarktet. Erster Spinat aus Italien kostete 8,- € je 5 kg, Mangold 8,- € je 8 kg und Staudensellerie 7,- € je 10-kg-Karton.

Köln
Es trafen zunehmend Anlieferungen von Granatäpfeln in vielerlei Aufmachungen aus Israel, Spanien, Ägypten und der Türkei ein. Die Nachfrage war aber durchwachsen. Das immer noch sehr große Angebot an einheimischen Buschbohnen und Stangenbohnen wurde diese Woche mit Stangenbohnen aus Marokko ergänzt, für die man 7,- € je 4-kg-Kiste zahlen musste. Die nun nicht mehr so umfangreiche Bereitstellung von Pfifferlingen und Steinpilzen aus Osteuropa sorgte für höhere Kurse.

München
Die Forderungen für knapper werdende Pfirsiche und Nektarinen hob man erneut an, obwohl die innere Qualität der Früchte nachgelassen hatte. Der Handel musste die Chargen vor dem Verkauf wiederholt von mangelhafter Ware befreien. Während die diesjährige Kampagne für Preiselbeeren endete, wurde die von Kakis aus Spanien und Italien eröffnet; es bildeten sich sogleich Bestände. Himbeeren mussten wegen gewaltiger Zufuhren billiger veräußert werden. Günstige spanische Auberginen, vermehrt abgeladen, setzten die übrigen Herkünfte unter Druck. Inländische Buschbohnen und Stangenbohnen überzeugten mit ihren Güteeigenschaften und gönnten der aufkommenden teureren italienischen und spanischen Konkurrenz nur wenig Spielraum. Zum Saisonbeginn von italienischem und spanischem Stangensellerie sowie von italienischem Fenchel gab es einheimische Anlieferungen in bedarfsdeckendem Ausmaß; diese wurden bevorzugt beachtet. Spanischer Brokkoli war kontinuierlich bloß in kleinen Mengen vertreten; deutsche Produkte wiesen noch immer Frische und ansprechende Kaliber auf. Alle diversen Varietäten von Kopfkohl aus dem Inland konnten praktisch ohne Einschränkung der Verfügbarkeit und der Sortierung ausgewählt werden. Die begrenztere Bereitstellung von einheimischer Petersilie schlug sich in angestiegenen Notierungen nieder; insbesondere für krause Offerten.

Berlin
Im Wochenverlauf dehnte sich die Versorgung mit mexikanischen Limetten aus. Die Kurse befanden sich bei 6,50 € je 4,5-kg-Karton. Die Zufuhren waren auf das Interesse abgestimmt, so dass sich die Bewertungen nicht veränderten. Das Angebot an Orangen vergrößerte sich durch erste Delta Seedless aus Südafrika. Je kg wurde ungefähr 1,- € verlangt. Rosenkohl war jetzt auch aus Deutschland vorrätig. Die Forderungen lagen mit 1,10 € je kg etwas über denen für niederländische Partien.

 

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.



Mit freundlicher Genehmigung der BLE dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Veröffentlichungsdatum: 12.10.2011
Copyright © fruchtportal.de

 
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