Copa/Cogeca begrüßen EP-Votum zur Lebensmittelkette
Fairer Erlösanteil für Bauern am Endverkaufspreis gefordert
Die Dachverbände der EU-Bauern und ihrer Genossenschaften, Copa-Cogeca, haben gestern das Votum des EU-Parlaments über neue Regeln begrüßt, anhand derer die Funktionsweise der EU-Lebensmittelversorgungskette verbessert und den Landwirten ein faires Einkommen gesichert werden soll.
"Die heutige Abstimmung der Europa-Abgeordneten über den Bericht von José Bové zu dem Thema 'Gerechte Einnahmen für Landwirte: Die Funktionsweise der Lebensmittelversorgungskette in Europa verbessern' ist sehr erfreulich", erklärte Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen in Brüssel. "Wie von uns gefordert, drängen die Parlamentarier mit Nachdruck auf bessere Preise für die Bauern, um ihnen einen faireren Anteil am Endverkaufspreis ihrer Produkte zu verschaffen. Das ist von ganz besonderer Bedeutung, da sich die Markterlöse der Landwirte unter Druck befinden. Die Europa-Parlamentarier sind sich auch darüber einig geworden, dass Maßnahmen der Marktstabilisierung geboten seien und die Problematik der extrem starken Preisvolatilität bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen angegangen werden muss."
EU-Parlament will Ombudsmann mit SchlichterfunktionSehr zu schätzen sei auch der Aufruf zur Einrichtung eines Europäischen Ombudsmanns, um Streit in der Lebensmittelkette zu schlichten, so Pesonen. Diese Forderung hätten die europäischen Bauernverbände und Genossenschaften seit 2007 immer wieder erhoben. Vollen Rückhalt finde außerdem der Ansatz des Parlaments, dass ein neues Verhältnis zwischen den Wettbewerbsregeln und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu schaffen sei, um den Landwirten und ihren Genossenschaften neue Instrumente zur Verbesserung ihrer Verhandlungsposition in der Lebensmittelkette an die Hand zu geben.
Veröffentlichungsdatum: 09.09.2010
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