Kartoffeln Österreich: Kein Grund für Preisdruck
Die Rodungen in Niederösterreich werden immer wieder von Niederschlägen unterbrochen, sodass der Erntefortschritt regional hinter den Erwartungen liegt. Auch Schalenfestigkeit und Qualität der Knollen leidet unter der andauernden Nässe. Trotz verzögerter Ernte beginnen mit nächster Woche die Einlagerungsaktionen des Handels. Dies hat in Niederösterreich zu einer Zweiteilung des Erzeugerpreisniveaus geführt.
Während für Aktionsware nur mehr 17 Euro je dt bezahlt werden, bleibt die übrige Ware diese Woche unverändert bei 20 Euro je dt. In Oberösterreich und der Steiermark bleiben die Preise ebenfalls auf dem bisherigern Niveau von 20 bis 24 Euro je dt.
Chance auf bessere Preise
Die im In- und Ausland erwarteten Erntemengen und Marktaussichten bieten weiter keinen Grund für Preisdruck bzw. die erfolgte Preisrücknahme. In der Branche sieht man die Chance auf wieder steigende Preise nach der Haupternte.
Auch in Deutschland verzögern anhaltende Niederschläge die Ernte. Die Sorge um die Qualität der Knollen wächst. Die Erträge bleiben besonders auf leichten Standorten deutlich unter dem Vorjahresniveau. Angebot und Nachfrage bleiben ausgeglichen. Obwohl auch für die Haupternte Mengen und Qualitäten unter dem Durchschnitt erwartet werden, haben auch in Deutschland zum Ende der vergangenen Woche die Erzeugerpreise nachgegeben.
Quelle: Landwirtschaftskammer Niederösterreich
Veröffentlichungsdatum: 30.08.2010
Copyright © fruchtportal.de
Weitere Artikel in dieser Rubrik