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Donnerstag, 17.05.2012 E-mail

Belgien setzt Fokus auf Nachhaltigkeit

Première für Responsibly Fresh-Prüfsiegel auf der Fruit Logistica

Nachhaltigkeit ist Trumpf. Dieses Thema ist keineswegs eine Modeerscheinung, ihm gehört die Zukunft. Der belgische Frischobst- und -gemüsesektor hat daher einen zukunftsweisenden Nachhaltigkeitsplan ausgearbeitet. Der unter anderem für die Landwirtschaft zuständige flämische Ministerpräsident Kris Peeters hat das neue Prüfsiegel „Responsibly Fresh“ heute im Rahmen der in Berlin stattfindenden Fachmesse Fruit Logistica erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei der Erzeugung der mit diesem Prüfsiegel ausgezeichneten Produkte wird insbesondere auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem (Drei-Säulen-Modell) geachtet.

foto beurs in naam van logo Der flämische Ministerpräsident Kris Peeters : “Die flämische Obst- und Gemüsebranche war schon immer ein Vorreiter und echter Pionier. Heute wird dies erneut unterstrichen. Die Unternehmen lassen das schwierige Jahr 2011 hinter sich und investieren mit Volldampf in die Zukunft. Mit dem Nachhaltigkeitsprüfsiegel ‘Responsibly Fresh’ zeigt die Branche, dass sie sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – auf ökonomischem, ökologischem und sozialem Gebiet - erfolgreich stellt.“

Ein kontinuierlicher Prozess

Die Bemühungen der belgischen Erzeuger und Erzeugergenossenschaften in punkto Nachhaltigkeit werden von jetzt an durch das neue Prüfsiegel Responsibly Fresh kenntlich gemacht. Zur Erlangung müssen die Erzeuger und Genossenschaften anerkannten Qualitätssystemen und darüber hinaus auch speziellen Anforderungen bezüglich der Nachhaltigkeit entsprechen.

Die Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit sind weit mehr als eine Momentaufnahme. Sie sind vielmehr ein kontinuierlicher Prozess, weil Nachhaltigkeit, jetzt und in Zukunft, nur durch anhaltende Bemühungen der Produzenten und Auktionen erreicht werden kann. Dementsprechend wird auch der Parameter Zeit berücksichtigt. In dem Charter des kollektiven Prüfsiegels wird die Entwicklung diverser Parameter der individuellen Betriebe zusammengefasst. Der Verlauf der durch die beteiligte Branche geleisteten Bemühungen wird dokumentiert.

Die Erzeuger und ihre Genossenschaften werden von externen Prüfern kontrolliert, ob ihr Obst und Gemüse das Logo Responsibly Fresh tragen darf. Inhaber des Siegels ist der Verband der belgischen Gartenbaugenossenschaften (VBT); derzeit nehmen die Genossenschaften BFV, Coöbra, LTV, Mechelner Auktionen, REO-Auktion sowie die Auktionen Borgloon und Hoogstraten an der Initiative teil.

Vier Nachhaltigkeitsaspekte

Das Engagement für Nachhaltigkeit im Rahmen des Prüfsiegels Responsibly Fresh zielt auf ein breites Sortiment an qualitativ hochwertigem und gesundem Obst und Gemüse ab, dem sowohl die Verbraucher von heute als auch die von morgen vertrauen können. Umweltschonender Anbau, Biodiversität, räumliche Nähe und verantwortungsvoller Umgang mit Nahrungsmitteln sind daher die Handlungsmaximen der Erzeuger. Für jeden dieser Nachhaltigkeitsaspekte wird genau festgelegt, wie er von den Erzeugern und Erzeugergenossenschaften umzusetzen ist. Hier ein kurzer Überblick:

1. Umweltschonender Anbau

Die Erzeuger des Prüfsiegels Responsibly Fresh verpflichten sich, sehr verantwortungsvoll mit Boden, Energie und Wasser sowie mit Pflanzenschutzmitteln und Düngung umzugehen. Sie begrenzen den Ausstoß und die Verschmutzung und nehmen Rücksicht auf Fauna und Flora. Grundlage ist eine integrierte Anbauweise, in der Prävention, Monitoring und Intervention einen hohen Stellenwert besitzen.

2. Biodiversität
Die Teilnehmer setzen auf abwechslungsreiche Kulturen und unterstützen die wissenschaftliche Forschung für neue Sorten und Anbaumethoden. Neben einer breiten Vielfalt an neuen und hochwertigen Produkten verbessert dies auch die Qualität des Lebensraumes, dessen Diversität erhalten bleibt.

3. Räumliche Nähe

Die Struktur der Erzeugergenossenschaften und die räumliche Nähe zwischen Lieferanten und Kunden sorgen für eine kurze, integrierte Kette und bescheren den Erzeugern eine transparente Preisbildung, den Händlern das One-Stop-Shoppping und den Verbrauchern Qualität zu bezahlbaren Preisen.

4. Verantwortungsvoller Umgang mit Nahrungsmitteln

Ausgefeilte Lagerungstechnik, kundenorientierte Verpackungsgröβen und die ständige Reaktion auf Bedürfnisse und Wünsche des Marktes ermöglichen den verantwortungsvollen Umgang mit Nahrungsmitteln. Dabei wird auch auf effizienten Einsatz von Produktionsmitteln geachtet.

Ein Prüfsiegel mit mehreren Botschaften

Das neue Siegel transportiert mehrere Aspekte des Responsibly Fresh-Gedankens. Die runde Form steht für die Erde. Obst und Gemüse wachsen in der Erde und damit das auch in Zukunft so bleibt, setzt sich die Branche für den Schutz der Erde ein.
Im neuen Siegel ist auch der Buchstabe G zu erkennen. Er steht für „global, „grün“ und „Good Citizenship“.

Responsibly Fresh ist darüber hinaus ein Prüfsiegel für Frischprodukte, was durch ein Blatt in der Mitte des Buchstaben G ausgedrückt wird. In der Obst- und Gemüsewelt sind Blätter allgegenwärtig.
Und schließlich verweist die farbliche Gestaltung auf den Regenbogen, ein Naturphänomen, das bei Regen und gleichzeitigem Sonnenschein auftritt. Und das ist es auch, worum es bei Nachhaltigkeit geht, scheinbar widersprüchliche Elemente (Soziales, Ökologie und Ökonomie) miteinander zu verknüpfen.

logo groot van belgische bond Responsibly Fresh ist ein Prüfsiegel für Obst und Gemüse – von Apfel bis Zucchini – der teilnehmenden Erzeugergenossenschaften. Das Logo wird in Kombination mit bestehenden Produktmarken der teilnehmenden Erzeugergenossenschaften verwendet oder kann auch darin integriert werden. Es wird auf alle Verpackungen aufgedruckt und ersetzt den „grünen Bogen“ mit der Inschrift „milieubewuste teelt“ (Aus kontrolliertem Anbau). Dadurch wird auch zum Ausdruck gebracht, dass der Schritt hin zu Responsibly Fresh nach einer vom kontrollierten Anbau geprägten Zeit eine logische Weiterentwicklung darstellt.

Weitere Informationen: www.responsibly-fresh.com



Veröffentlichungsdatum: 09.02.2012
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