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Donnerstag, 17.05.2012 E-mail

Ages Österreich: Frisches Gemüse durch gesundes Saatgut

Überprüfung der Qualität

Das Geschäftsfeld Ernährungssicherung der AGES ist in Österreich hinsichtlich Diagnose von Schadorganismen an Gemüse die führende Institution. Von sehr großer Bedeutung sind hierbei Nachweise von Krankheitserregern an Saatgut, um vorweg den Anbau kontaminierten Saatgutes auszuschließen und damit in Folge auch einen Pflanzenschutzmitteleinsatz zu minimieren. Vorzugsweise in der Biolandwirtschaft hat der Nachweis saatgutübertragbarer Krankheitserreger eminente Bedeutung zur Verhinderung/Minimierung des Anbaus kranken Saatgutes und folgender Pflanzenschutzprobleme.

Auch in der Saatgutvermehrung (konventionell und biologisch) sind solche Kontrollen wichtig, vor allem, wenn es sich um geregelte Schadorganismen gemäß Pflanzenschutzgesetz handelt. Im österreichischen Saatgutrecht sind auf Basis der EU-Vermarktungsrichtlinien zu Saatgut auch für einige relevante pilzliche Schaderreger Norm- und Grenzwerte bei Saatgut festgelegt (z. B. Ascochyta spp. bei Gemüseerbsen).

Die AGES testet auch importiertes Saatgut auf Befall durch geregelte Schadorganismen in Vollzug des Pflanzenschutzgesetzes (z. B. Pantoea stewartii an Mais, Clavibacter michiganensis ssp. michiganensis an Tomaten).

Gemüsevielfalt

Gemäß der Statistik Austria betrug in Österreich 2011 auf landwirtschaftlichen Flächen die Gemüseanbaufläche 15.113 ha. Der Umfang des Anbaues in Hausgärten ist schwer abzuschätzen, da dazu keine Statistiken vorliegen.

Über 18.000 Gemüsesorten von 66 verschiedenen Arten bzw. Unterarten sind im Europäischen Sortenkatalog eingetragen. Viele dieser Sorten werden auch bei uns vermarktet. In Österreich sind zwar nur 160 Sorten gelistet, dafür ist der Anteil an älteren und traditionellen angepassten Sorten bei bestimmten Kulturen relativ hoch (Österreichische Sortenliste).

Biosaatgut von Gemüsesorten

Gemäß EU-Bio-Verordnungen ist für Bio-Betriebe die Verwendung von Biosaatgut verpflichtend, sofern dieses für die gewünschte Sorte verfügbar ist. Um das Angebot von Biosaatgut transparent zu machen, ist jeder Mitgliedstaat verpflichtet, eine Biosaatgutdatenbank einzurichten. In Österreich wird diese von der AGES betrieben, in ihr ist mittlerweile ein umfassendes Sortiment von mehr als 100 Gemüsesorten gelistet.

Erhaltung von Gemüsesorten

So wie auch alle anderen für Ernährung und Landwirtschaft bedeutenden Sorten werden auch Gemüsesorten und Herkünfte in Genbanken erhalten. Die österreichische Gemüsesammlung umfasst 1500 Muster von den im Saatgutrecht erfassten Arten von unterschiedlichen Erhaltern aus Österreich (AGES, Bundesanstalten, Arche Noah).

Mehr informationen.



Quelle: Ages.at
Veröffentlichungsdatum: 03.02.2012
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