Neue Studie: Mandeln zum Frühstück können helfen, sich den ganzen Tag über satt zu fühlen
Laut einer aktuellen Studie können Mandeln zum Frühstück – das bereits seit Langem als wichtigste Mahlzeit des Tages gilt – für ein dauerhaftes Sättigungsgefühl sorgen.
Die im Februar 2011 im Journal of Nutrition and Metabolism veröffentlichte randomisierte Crossover-Studie „Unmittelbare Auswirkungen und Second-Meal-Effekte von Mandeln bei Erwachsenen mit verminderter Glukosetoleranz“ zeigt, dass der Verzehr von Mandeln (einem Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischem Index) zum Frühstück hilft, den Blutzuckerspiegel über einen großen Teil des Tages zu stabilisieren. Zudem unterstützte er bei den Teilnehmern ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl.
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„Diese Studie zeigt: Die Ergänzung eines kohlenhydratreichen Frühstücks durch Mandeln kann zu einer geringeren Blutzuckerkonzentration nach dem Frühstück und sogar dem Mittagessen führen, als ein kohlenhydratreiches Frühstück ohne Mandeln“, erklärte Dr. Richard Mattes, Professor für Nahrungsmittel und Ernährung an der Purdue Universität in den USA, der die Studie gemeinsam mit Alisa M. Mori and Robert V. Considine von der endokrinologischen Abteilung der medizinischen Fakultät der Universität von Indiana in Indianapolis leitete. „Wir vermuten, dass Mandeln verschiedene Bestandteile, wie etwa ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe, enthalten, die helfen, den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach Mahlzeiten zu verringern.“ Diese Erkenntnis hilft insbesondere Menschen, die ihre Ernährung umstellen müssen, um den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach Mahlzeiten einzudämmen.
Die Forscher analysierten die Auswirkung verschiedener Darreichungsformen von Mandeln auf die Insulinempfindlichkeit und das Sättigungsgefühl bei Testpersonen mit einer Vorstufe des Diabetes. Die Studienteilnehmer, die ein Frühstück mit ganzen Mandeln verzehrten, fühlten sich länger gesättigt und wiesen einen geringeren Blutzuckerspiegel nach dem Frühstück und der zweiten Mahlzeit auf, als Testpersonen, die das Kontroll-Frühstück verzehrten. Die ganzen Mandeln erzielten den größten Sättigungseffekt und dämmten den Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr besser ein, als die Mahlzeiten mit Mandelbutter, -öl oder -mehl.

Studienbeschränkungen: Während die Testmahlzeiten bezüglich des verfügbaren Kohlenhydratgehalts abgestimmt wurden, erfolgte keine Anpassung des Energiewerts oder der Zusammensetzung der Makronährstoffe. Zusätzliche Studien sind erforderlich, um die langfristige Wirkung der Zugabe von Mandeln zum Frühstück auf die Blutzuckerkonzentration zu bewerten.
Die Studie im Überblick:
Teilnehmer:
14 Erwachsene mit verminderter Glukosetoleranz im durchschnittlichen Alter von 39 Jahren.
Die Studie:
Die Studie war eine randomisierte fünfarmige Crossover-Studie. Jeder Teilnehmer erhielt entweder ein Frühstück mit Orangensaft und Grießbrei (Cream of Wheat®) mit 42,5 Gramm Mandeln (als ganze Mandeln, Mandelbutter, Mandelöl, fettarmes Mandelmehl) oder ein Kontrollfrühstück bestehend aus Orangensaft und Grießbrei (Cream of Wheat®) ohne Mandeln oder Mandelprodukte. Der Kohlenhydratgehalt der beiden Frühstücksvarianten wurde angeglichen. Nach dem Frühstück wurden der Blutzuckerspiegel, der Insulinwert, der Gehalt an freien Fettsäuren (NEFA), das glukagon-ähnliche Peptid 1 (GLP-1) und das Hungergefühl gemessen. Jeder Teilnehmer erhielt vier Stunden später ein Standardmittagessen, nach dem die Messungen wiederholt wurden.
Ergebnisse:
Die Studie zeigte, dass die Zugabe von Mandeln zum Frühstück das Sättigungsgefühl erheblich verbesserte und den Blutzuckerspiegel während des gesamten Tages im Vergleich zum Kontrollfrühstück senkte. Mandelöl erzielte eine geringere Wirkung als ganze Mandeln. Dennoch reduzierten ganze Mandeln und Mandelöl die Insulinreaktion nach der zweiten Mahlzeit im Vergleich zum Kontrollfrühstück erheblich.
Veröffentlichungsdatum: 19.07.2011
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