Kartoffeln Österreich: Wetter erschwert die Ernte
Der österreichische Speisekartoffelmarkt präsentiert sich zu Beginn der Haupternte in sehr stabiler Verfassung. Ein begrenzt verfügbares Angebot trifft auf eine gute Inlandsnachfrage. Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel kurbeln den Absatz zusätzlich an.
Die aufgrund der Nässe anhaltend schwierigen Rodebedingungen bereiten aber zunehmend Sorgen. Auch die Qualitäten leiden unter den nassen Bedingungen.
Preise weiter stabil
Die Erzeugerpreise sind stabil. In Niederösterreich bleibt die Zweiteilung zwischen 20 und 17 Euro je dt für Aktionsware aufrecht. Von einer Erzeugergemeinschaft werden für lagerfähige Ware in guter Qualität mit AMA-Gütesiegel oder GlobalGAP 22 Euro geboten. In der Steiermark werden unverändert 20 bis 24 Euro, in Oberösterreich 24 Euro bezahlt.
Für die anstehende Haupternte in Deutschland werden geringere Erträge und schlechtere Qualitäten erwartet. Durch die extremen Witterungsverhältnisse gibt es Probleme mit Zwiewuchs und Schorf, was zu schlechteren Ausbeuten und geringer Lagerfähigkeit führt.
Regional liegen die Erträge um 15 bis 20 Prozent unter dem Vorjahr. Besonders Übergrößen scheinen heuer Mangelware zu bleiben. Die Erzeugerpreise haben sich auf 20 Euro je dt eingependelt. Für die Zeit nach Abschluss der Einlagerung wird ein Preisanstieg erwartet.
Quelle: Landwirtschaftskammer NÖ
Veröffentlichungsdatum: 10.09.2010
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