Coop verlagert weitere Transporte von der Strasse auf die Schiene
Coop übernimmt per 1. September 2010 100 % des Aktienkapitals der railCare AG in Härkingen. Mit dem Kauf der railCare AG macht Coop einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung Verwirklichung ihrer Vision, bis 2023 CO2-neutral zu sein. Das Prinzip des unbegleiteten kombinierten Schienenverkehrs (UKV) bietet eine flexible, und dennoch schnelle Möglichkeit des Warentransports auf umweltschonendere Art.
Die Verlagerung des Transportes von Konsumgütern des täglichen Bedarfes auf die Schiene scheitert in der Regel an der knappen Trassenverfügbarkeit während des Tages sowie den heute angewandten Bahntechnologien und Transportsysteme. So haben Güterzüge lange und schwere Kompositionen und eignen sich nicht für den Warentransport im Mittel- und Kurzstreckenbereich. Diese Fakten führen dazu, dass kaum weitere Transporte auf die Schiene verlagert, und entsprechend die Ziele für die Reduktion des CO2-Austosses nicht eingehalten werden könnten.
Der Einsatz bei Coop
Coop setzt die railCare AG vorerst für die Belieferung der Coop Supermärkte mit Tiefkühlware ab den beiden Verteilzentralen Givisiez und Hinwil sowie bei der Belieferung von Coop Pronto Verkaufsstellen ein. Später sollen auch die Bau+Hobby-Märkte und Coop City-Verkaufsstellen ab den Verteilzentralen Gwatt und Rupperswil mit dem UKV-System beliefert werden. Im Umkreis von rund 90 Kilometern wird der reine LKW-Transport beibehalten, bei allen längeren Transporten kommt der Cargo-Pendelzug zum Einsatz. Mit dieser Massnahme können mittelfristig jährlich über 3'000 Tonnen CO2-Austoss und rund 4 Millionen Strassen-Kilometer vermieden werden.
Veröffentlichungsdatum: 02.09.2010
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