Relativ kleine EU-Apfelernte lässt Verbraucherpreise steigen
Apfelernte: Deutlich weniger Früchte als im Vorjahr
Die Obstbauern des Alten Landes erwarten einen geringeren Apfelertrag als im Vorjahr, dafür aber eine qualitativ gute Ernte. Nach ersten Schätzungen hängen rund 265.000 Tonnen (t) der saftigen Früchte an den Bäumen. Das sind laut Landwirtschaftskammer Niedersachsen rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Versüßt wird das Minus durch einen hohen Zuckergehalt, der den Früchten einen sehr guten Geschmack verleiht. Da auch EU-weit etwa elf Prozent weniger Äpfel geerntet wurden, rechnen Marktbeobachter mit leicht steigenden Preisen.
Bundesweit werden voraussichtlich gut 890.000 t Äpfel geerntet (Vorjahr 1 Mio. t). Damit kommt jeder dritte deutsche Apfel aus dem Alten Land. Im nationalen Vergleich rangiert die Region Niederelbe vor dem Bodensee (220.000 t), Sachsen (80.000 t) und dem Rheinland (44.000 t).
In Europa ist mit einer Gesamternte von fast 9,80 Mio. t zu rechnen. Das sind elf Prozent weniger als im Vorjahr (11 Mio. t). In der Ländertabelle rangiert Deutschland hinter Italien (2,1 Mio. t), Polen (2,0 Mio. t) und Frankreich (1,6 Mio. t) an vierter Position.
Am meisten schätzen die norddeutschen Obstbauern die Sorten Elstar, Jonagold, Holsteiner Cox und Boskoop. Die größte Ernte verzeichnen dieses Jahr Elstar und Jonagold. Die ursprünglich aus Neuseeland stammende Apfelsorte Braeburn gilt nach wie vor als Shootingstar unter den Sorten und erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Obstbauern und Verbrauchern. Mit einer Erntemenge von fast 20.000 t rangiert er in der norddeutschen Top Ten der Apfelsorten auf Platz 6 und hat mittlerweile Gloster, Cox Orange, Gala und Ingrid Marie hinter sich gelassen.
Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Veröffentlichungsdatum: 02.09.2010
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