Verglichen wurden regionale Lebensmittel mit Produkten aus überregionaler und internationaler Produktion und Vertrieb. Am Beispiel von sechs Nahrungsmitteln (Apfel, Kopfsalat, Rindfleisch, Bier, Brot und Milch) wurde berechnet, wie hoch der Energieverbrauch und die Klimagasemissionen über den vollständigen Lebenszyklus sind – also von der Produktion über die Verpackung und den Vertrieb bis in den Einkaufswagen der Verbraucher.
Die Ergebnisse zeigen, dass regionale Lebensmittel nicht deswegen ökologisch besser abschneiden, weil sie regional angebaut werden. So zeigt Kopfsalat im Winter aus Spanien eine bessere Klimagas- und Energiebilanz als ein regional im beheizten Gewächshaus produzierter Kopfsalat. Die wichtigste Einflussgröße ist in jedem Fall jedoch der Verbraucher selbst. Sein Einkaufs- und Konsumverhalten entscheiden maßgeblich über den ökologischen Rucksack der Lebensmittel: Fährt er ausschließlich zum Kauf des Lebensmittels mit dem Auto zum Handel, spielt die eigentliche Produktion des Lebensmittels nur noch eine untergeordnete Rolle. Damit macht er letztlich alle Vorteile einer ökologisch sinnvollen Erzeugung wieder zunichte. Deutlich vorteilhafter sind Großeinkäufe mit reduzierten Fahrtwegen, z. B. durch kleine Umwege bei sowieso geplanten Fahrten bzw. Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Kauft er dann noch regionale Lebensmittel aus saisonaler Produktion, ist er in der Regel in Bezug auf die Ressourcenschonung und Klimaschutz auf der sicheren Seite.
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Quelle: ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH
Veröffentlichungsdatum: 04.01.2010
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