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Marktinformation Ostdeutschland 28 KW: Das Frühkartoffelangebot aus Deutschland nimmt stetig zu

Importware wird kaum noch gepackt. Restbestände aus Spanien und Israel laufen aus. Der Bedarf an packfähiger Speiseware wird vor allem aus Niedersachsen, der Pfalz, dem Breisgau und inzwischen auch aus Sachsen-Anhalt (Börde) gedeckt. Die ersten frühen festschaligen Knollen aus der Börde sind zum Teil noch etwas losschalig und klein. Die Bezugspreise für Packstationen haben sich im Vergleich zur Vorwoche leicht ermäßigt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 28 KW 2021 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Für Frühkartoffeln aus dem Raum Hannover werden Erzeugerpreise von 46 EUR/dt für vorwiegend festkochende Speiseware genannt. Mehlig kochende und festkochende Knollen kosten 2 EUR/dt mehr. Für Speisekartoffeln aus der Pfalz, dem Breisgau und Sachsen-Anhalt werden vergleichbare Preise gezahlt. Das verfügbare Angebot an Frühkartoffeln deckt derzeit knapp die Nachfrage. Begrenzend sind regional immer wieder Regenfälle, welche das Roden der Kartoffeln erschweren. Der Krautfäuledruck ist hoch, Bekämpfungsmaßnahmen sind schwierig bei der Wetterlage. Der nasse Acker ist nicht befahrbar. Ende der Woche sind für den Süden Deutschlands wiederholt extreme Starkregenfälle angesagt worden. Packer befürchten Liefer- und Qualitätsprobleme.

Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern verläuft überwiegend auf schwachem Niveau, insbesondere an der Küste wird jedoch auch von zügigem Absatz berichtet. Teils haben Werbeaktionen den Absatz belebt.

Spätestens Ende Juli wird das Angebot regionaler schalenfester Speisware deutlich zunehmen. Je nach Wasserversorgung und Bodenart werden die Erträge sehr differenziert ausfallen. Übereinstimmend wird aus vielen Regionen von guten Beständen, jedoch oft geringem Knollenansatz berichtet. Das kalte Frühjahr hat die Jugendentwicklung verzögert, regional war es zu trocken oder auch viel zu nass.

Die Preise für geschälte und gedämpfte Schälkartoffeln aus der Ernte 20 haben das Niveau der Vorwoche gehalten. Die Schälausbeuten bei der Verwendung alterntiger Kühlhausware gehen deutlich zurück. Nur vereinzelt haben Schälkartoffelproduzenten bereits auf neuerntige Kartoffeln umgestellt, das Preisniveau aber kaum verändert. Durch die Schulferien ist der Umsatz an Schälkartoffeln in vielen Regionen wie erwartet zurückgegangen.

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Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 20. Juli 2021