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Marktinformation Ostdeutschland 2 KW: Packer und Versandhändler berichten von normalen Absatzmengen

In Sachsen - Anhalt berichten Packer und Versandhändler von normalen, januartypischen Absatzmengen. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben nach wie vor unverändert. Am Markt werden keine Chancen auf höhere Preise gesehen. Es stehen insgesamt zu viel Kartoffeln bei zu geringer Nachfrage zur Verfügung. Teils wird resigniert.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 2 KW 2021 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Im sogenannten Lockdown ist jeder froh, wenn es irgendwie weiter geht, Preiskämpfe stehen nicht auf der Tagesordnung. Insbesondere die Schälkartoffelproduzenten haben durch weitere Corona - bedingte Einschränkungen im öffentlichen Leben weitere Absatzmengen eingebüßt. Der Export von Speisekartoffeln nach Polen bleibt weiterhin aus, nach Tschechien fließen geringe Mengen.

Mecklenburg - Vorpommern
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben weiter unverändert. Preisaufschläge für die Kosten der Lagerhaltung wären zwar berechtigt, scheinen aber aufgrund des insgesamt schwachen Absatzes am Kartoffelmarkt nicht durchsetzbar zu sein. Die Nachfrage nach abgepackter Speiseware im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern hat seit Ende vergangener Woche wieder angezogen. Die Weihnachtsvorräte der Endkonsumenten sind verbraucht. Das bestätigen zum Teil auch die Direktvermarkter ab Hof. Der Schälkartoffelabsatz ist weiter zurückgegangen durch die Verschärfung des Lockdown. Betriebskantinen, Schulen und Kindergärten haben deutlich geringeren Bedarf.

Brandenburg
Die Preise am heimischen Speisekartoffelmarkt verharren stabil auf dem Niveau der vergangenen Wochen. Eine Veränderung der Preise wird derzeit nicht erwartet. Das Absatzgeschehen ist zweigeteilt. Während Packer bereits in der Vorwoche von steigender Nachfrage berichten, teils angekurbelt durch Werbeaktionen der Handelsketten, ist es anderorts ruhig geblieben. Nach wie vor begleiten hohe Absortierungen (Beschädigungen, Unter- und Übergrößen) das Packgeschehen. Die aktuellen Außentemperaturen von kurz über Null Grad sind günstig für die Lagerhaltung der Kartoffeln. Noch müssen Restbestände in Flächenlägern geräumt werden.

Sachsen
Das Absatzgeschehen am heimischen Markt bleibt saisontypisch ruhig. Abgepackte Speiseware wird in den Handelsketten nur verhalten nachgefragt. Weitere Corona - bedingte Einschränkungen im öffentlichen Leben setzten keine Impulse. Der Absatz von Schälkartoffeln ist durch die Schließung von Betriebskantinen und eingeschränktem Schul- und KITA-betrieb weiter zurückgegangen. Insbesondere die Versorgung von Altenheimen und Krankenhäusern hält die Schälkartoffelbranche auf schwachem Niveau in Gange. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sowie die Schälkartoffelpreise haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. In einigen Regionen zwingen Temperaturen von minus 8 Grad, in den Höhenlagen bis zu minus 12 Grad, zu Kartoffeltransport mit isolierten Lastkraftwagen.

Thüringen
Die Nachfrage nach abgepackter Speiseware wird als januartypisch schwach beschrieben, wie immer nach den Feiertagen. Auswirkungen des verschärften Lockdowns machen sich derzeit im Packbereich nicht bemerkbar. Von erhöhten Absatzmengen, wie in der 12. Kalenderwoche 2020, wird nicht berichtet. Anders sieht die Situation im Schälkartoffelsegment aus. Dort sind die Absatzzahlen weiter deutlich in den Keller gegangen. Die Preissituation bleibt im Pack- und Schälbereich unverändert. Die Kartoffelqualitäten sind gut. Bei aktuellen Minustemperaturen von bis zu 6 Grad erfolgt die Lieferung der Kartoffeln mit isolierten Transportern.

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Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 19. Januar 2021