Die Global Coalition of Fresh Produce (GCFP) hat die endgültigen Ergebnisse ihrer dritten Umfrage zu Kosten und Erlösen in der globalen Obst- und Gemüsebranche veröffentlicht. Die Umfrage wurde im Frühjahr und Sommer 2026 durchgeführt.
„Mit dieser Umfrage knüpfen wir an die Erhebungen der Coalition aus den Jahren 2023 und 2024 an, als Erzeuger und Händler weltweit mit beispiellosen Kostensteigerungen konfrontiert waren“, sagt Greg Palmer, Vorsitzender der Coalition und Vizepräsident für Handel und Marktentwicklung bei der Canadian Produce Marketing Association.
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Foto © GCFP
„Ziel der neuen Umfrage war es, den aktuellen Kostendruck in der Frischobst- und Gemüsebranche zu bewerten – insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges im Nahen Osten.“
Zentrale Ergebnisse
„Die Ergebnisse unterstreichen, wie dringend gemeinsames Handeln erforderlich ist, um strukturellen Kostendruck zu bewältigen und Investitionen, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit sowie die langfristige Zukunftsfähigkeit der Frischobst- und Gemüsebranche zu sichern“, so die Global Coalition of Fresh Produce.
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Foto © GCFP
Die Umfrage zeigt drei miteinander verbundene Herausforderungen: weit verbreitete Kostensteigerungen, begrenzte Möglichkeiten, diese an Kunden weiterzugeben, und geringere Investitionsspielräume.
Zusammengenommen setzen diese Faktoren die Gewinnmargen unter Druck, schwächen die Wettbewerbsfähigkeit und verstärken die Sorge um die langfristige wirtschaftliche Stabilität der Branche.
Die Kostensteigerungen sind nicht nur weit verbreitet, sondern auch erheblich. Viele Unternehmen berichten von zweistelligen Zuwächsen bei mehreren wichtigen Betriebsmitteln, insbesondere bei Treib- und Brennstoffen, Transport und Düngemitteln.
Der Kostendruck dürfte in den kommenden zehn bis zwölf Monaten anhalten; die große Mehrheit der Befragten rechnet mit weiteren Steigerungen.
Begrenzte Verhandlungsmacht, intensiver Wettbewerb und der Widerstand der Abnehmer gegen Preiserhöhungen hindern viele Erzeuger und Exporteure daran, zusätzliche Kosten weiterzugeben.
Daher müssen die Unternehmen die steigenden Kosten selbst tragen. Das schmälert die Gewinnmargen und verschärft den finanziellen Druck auf eine ohnehin stark belastete Branche.
„Besonders besorgniserregend ist, dass die finanzielle Belastung die Fähigkeit der Unternehmen beeinträchtigt, in zentrale Bereiche wie Sachanlagen, Innovation und die Expansion ihrer Geschäftstätigkeit zu investieren – Bereiche, die für die langfristige Zukunftsfähigkeit unverzichtbar sind“, sagt Palmer.
Palmer zufolge besteht die zentrale Sorge darin, dass „steigende Kosten einen Kreislauf aus sinkender Rentabilität und unzureichenden Investitionen auslösen könnten.
Dadurch wären Unternehmen weniger in der Lage, ihre Effizienz zu verbessern, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und sich auf künftige Herausforderungen einzustellen“.
Er ergänzt: „Besonders alarmierend ist das Ergebnis der Umfrage, wonach zwei Drittel der Befragten befürchten, ihren Betrieb innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre möglicherweise schließen zu müssen.“
Der Krieg im Nahen Osten verschärft die Schwierigkeiten der Branche.
„Die Auswirkungen des Konflikts gehen über höhere Frachtraten hinaus. Längere und weniger verlässliche Transportzeiten können für Exporteure von Frischprodukten besonders problematisch sein, da ihre Waren leicht verderblich sind.
Treffen die Produkte später als erwartet oder in schlechterem Zustand ein, drohen den Exporteuren Preisabschläge, Kundenreklamationen oder Warenverluste“, betont Palmer.
Trotz dieser Herausforderungen verweist Palmer auf die nachgewiesene Fähigkeit der Branche, auf schwierige Marktbedingungen zu reagieren.
„In den vergangenen Jahren hat die Frischobst- und Gemüsebranche große Widerstandsfähigkeit bewiesen und sich an unmittelbare Herausforderungen angepasst.“
„Der Weg zu einer nachhaltigen Erholung und zu Wachstum hängt jedoch davon ab, die strukturellen Ursachen der Kostensteigerungen anzugehen und ausreichende Unterstützung für langfristige Investitionen und Innovationen sicherzustellen“, fügt er hinzu.

Die erhobenen Daten sollen dazu dienen, globale und nationale Perspektiven zu Produktions- und Betriebskosten sowie Preisen in Kanada, den Vereinigten Staaten, Südamerika, Europa, Afrika und Australasien zu entwickeln.
Weitere Informationen zu den Umfragedaten und ihrer Auswertung erhalten Sie beim Sekretariat der Global Coalition unter info@producecoalition.net.
Veröffentlichungsdatum: 21. Oktober 2026