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Kanarische Inseln: „Zukunft der Bananen liegt in Differenzierung, nicht in Volumenerhöhung“

Ricardo Torres, Geschäftsführer von La Fast, vertritt die Ansicht, dass ein Modell auf Qualität, Nachhaltigkeit und sektoraler Einheit notwendig ist, um steigende Kosten und den Druck durch Bananen aus Drittländern zu bewältigen.  


Bildquelle: Pexels

Der Bananensektor der Kanarischen Inseln befindet sich in einer Phase des Wandels, die geprägt ist von steigenden Produktionskosten, dem Verlust phytosanitarischer Mittel und zunehmender ausländischer Konkurrenz, berichtet RevistaMercados.com.  

In diesem Kontext ist Ricardo Torres überzeugt, dass die Strategie des Sektors nicht auf Volumenerhöhung ausgerichtet sein sollte, sondern auf die Konsolidierung eines Modells, das auf Differenzierung, Qualität und wirtschaftlicher Stabilität basiert. 

Die aktuelle Saison begann für die Landwirte mit moderaten Preisen, auch wenn in den letzten Wochen (Stand Mitte Mai) eine leichte Erholung zu verzeichnen war. 

Dennoch warnt Torres, dass die Lage weiterhin komplex bleibt, bedingt durch erhöhte Kosten und den Druck durch importierte Bananen. 

„Der Mangel an phytosanitären Alternativen reduziert die Produktivität und zwingt die Landwirte, mehr in die Kontrolle von Schädlingen auf den Betrieben zu investieren“, erklärt er.  

Wertschöpfung als strategischer Schwerpunkt

Trotz allem betont der Leiter von La Fast, dass die Bananen aus den Kanarischen Inseln dank ihrer charakteristischen Eigenschaften eine starke Position behalten. 

„Die Verbraucher kaufen heute nicht nur Obst. Sie achten auf Herkunft, Geschmack, Nachhaltigkeit, Lebensmittelsicherheit und Vertrauen“, hebt er hervor.  

Seiner Ansicht nach ist es „unrealistisch“, nur über den Preis mit Bananen aus Drittländern zu konkurrieren. 

Die Zukunft liegt vielmehr darin, den Mehrwert und die wahrgenommene Qualität des Produkts zu stärken.  

Torres hebt außerdem die wirtschaftliche und soziale Bedeutung dieser Kulturpflanze auf den Inseln hervor: Die Bananen aus den Kanarischen Inseln schaffen mehr als 12.500 Arbeitsplätze – 9.000 direkt und 3.500 indirekt – sowie eine Bruttolohnsumme von 186 Mio. Euro.  

Zudem haben sie einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft der Kanarischen Inseln, indem sie dazu beitragen, die Preise für Frischobst zu senken und die regionale Verbraucherpreisindex zu moderieren.  

Quelle: RevistaMercados.com

 

Veröffentlichungsdatum: 14. Juli 2026