Im Einzugsgebiet des Po besteht derzeit eine Dürrewarnung. „Diese kritische Situation verschärft die Auswirkungen der Rekordhitze in Norditalien, wo der Niederschlag mittlerweile ganz ausgeblieben ist und die Ernten zu leiden beginnen“, warnt Coldiretti und hebt hervor, wie strategisch wichtig dieses Gebiet für die italienische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft ist.
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„Das Herzstück der italienischen Landwirtschaft liegt in der Po-Ebene. Das Tal ist Italiens bedeutendstes Agrar- und Lebensmittelzentrum und beherbergt nahezu ein Drittel der italienischen Lebensmittelproduktion sowie etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutztiere des Landes.“
Besonders betroffen ist die Region um Cremona, wo der Wasserstand des Flusses deutlich gesunken ist und Bewässerungssysteme, die Wasser direkt aus dem Po ziehen, bereits Schwierigkeiten haben. Besonders gefährdet sind Tomaten und Mais – ebenso wie in der Gegend um Bergamo.
„Wir brauchen Stauseen und eine Wasserinfrastruktur“, fordert Coldiretti.
Der Notstand am Po bestätigt laut Coldiretti die „Notwendigkeit, einen nationalen Stauplan umzusetzen, der ein Netz multifunktionaler Becken mit Pumpsystemen umfasst und auch die Erzeugung von Wasserkraft ermöglicht.“
Diese Maßnahmen hält Coldiretti für sofort umsetzbar und verfolgt das Ziel,
„Die Stauseen, die nach nachhaltigen Kriterien geplant und ohne den Einsatz von Beton gebaut werden, sollen sowohl der Landwirtschaft als auch der Zivilbevölkerung dienen und gleichzeitig eine Quelle erneuerbarer Energie sein“, so Coldiretti.
Der Plan umfasst außerdem die Wiederherstellung und Modernisierung bestehender Wasserinfrastruktur, um die Kapazität des Wassermanagements zu verbessern.
Quelle: Coldiretti
Veröffentlichungsdatum: 23. Juni 2026