Zu den Anwendungsmöglichkeiten zählt vor allem die Früherkennung von Viruserkrankungen in Gewächshäusern und Kulturen unter kontrollierten Bedingungen, hierbei würde es genügen, einige wenige „Wächterpflanzen“ zwischen die Ertragspflanzen zu setzen, um Ausbrüche zu erkennen, bevor sie sich ausbreiten, wie Hortoinfo.es berichtet.
Eine unter der Leitung des Instituts für molekulare und zelluläre Pflanzenbiologie (IBMCP), ein gemeinsames Zentrum des Spanischen Nationalen Forschungsrats (CSIC) und der Polytechnischen Universität Valencia (UPV), durchgeführte Studie hat eine Methode zur Überwachung und Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten in Nutzpflanzen mittels leuchtender Pflanzen entwickelt, so erfuhr Hortoinfo über den CSIC.
Unter Verwendung eines von Pilzen inspirierten Lichtmechanismus entwickelten Forscher ein Biolumineszenz-System, bei dem eine Pflanze im gesunden Zustand eine bestimmte Art von Licht aussendet und bei einer Virusinfektion eine andere, ein Signal, das sich mit herkömmlichen Kameras erfassen lässt, noch bevor Krankheitssymptome auftreten.
Die Ergebnisse zu diesem biolumineszenten Infektionsdetektor wurden in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.
„Wir haben Pflanzen geschaffen, die im Dunkeln leuchten und zudem bei einer Virusinfektion ihre Farbe ändern“, betont Diego Orzáez, Forscher an dem CSIC-Institut IBMCP.
Quelle: Hortoinfo.es
Veröffentlichungsdatum: 19. Juni 2026