Der italienische Obst- und Gemüsesektor verzeichnet ein starkes Wachstum, das maßgeblich durch steigende Exporte, eine stabile Binnennachfrage und technologische Innovationen vorangetrieben wird. Süditalien bildet dabei ein wichtiges Produktionszentrum, wobei insbesondere die Region Kampanien durch ihre verarbeiteten Produkte (insbesondere Konserven) sowie durch hochwertige Erzeugnisse, die auf europäischer Ebene Anerkennung finden, hervorsticht.
Eckdaten:
Der Sektor setzt zunehmend auf Digitalisierung und Technologien der „Agriculture 5.0“, um den Einsatz von Wasser, Energie und Düngemitteln zu reduzieren. Zudem eröffnen neue genomische Verfahren Möglichkeiten für widerstandsfähigere und besser an das Klima angepasste Kulturpflanzen.
Trotz dieser positiven Entwicklung steht die Branche vor erheblichen Herausforderungen: Dazu zählen geopolitische Unsicherheiten, ein Arbeitskräftemangel von rund 120.000 Personen sowie die Sorge, dass die staatliche Unterstützung der wirtschaftlichen Bedeutung des Sektors nicht angemessen Rechnung trägt. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten, wie etwa der Anbau tropischer Früchte in Süditalien.
Veröffentlichungsdatum: 04. Juni 2026