Mehrere der größten Supermärkte Großbritanniens haben die Wettbewerbsbehörde aufgefordert, den Vormarsch von Lidl und Aldi, zwei bei britischen Verbrauchern aufgrund ihrer enorm günstigen Preise sehr beliebte Ketten, gemäß dem Kartellrecht zu kontrollieren, so berichtete die britische Presse letzte Woche, wie FyH.es mitteilt.
Sainsbury's, Morrisons und Iceland, die Hunderte von Filialen in dem Land betreiben, haben die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) formell gebeten, die beiden ausländischen Ketten denselben Klauseln zu unterwerfen, die für große Supermärkte gelten, um Monopole zu verhindern.
Diese Regeln leiten den Sektor seit 2010. Sie sollen verhindern, dass Lebensmittelkonzerne Grundstücke nur zum Zweck der Besitznahme erwerben und andere Wettbewerber daran hindern, dort Filialen zu eröffnen.
Damals waren Aldi und Lidl von diesen Regeln ausgenommen, da sie als „kleinere Unternehmen“ mit einem anderen Geschäftsmodell galten.
Nach einem Jahrzehnt rasanter Expansion haben diese preisgünstigeren Supermärkte den Sektor jedoch grundlegend verändert und zusammen einen Marktanteil von fast 20 % erreicht.
Große Supermärkte argumentieren, dass die Regeln zu einer Zeit entstanden seien, als Aldi und Lidl nur Randakteure auf dem Markt waren, und sind der Ansicht, dass diese nun ebenfalls für sie gelten sollten.
Aldi, mittlerweile der viertgrößte Supermarkt Großbritanniens, plant, in diesem Jahr 40 Filialen zu eröffnen und landesweit 1.500 Filialen zu erreichen. Lidl, mit über 1.000 Filialen in Großbritannien, veröffentlichte letzten Monat eine Liste mit 100 Wunschstandorten für neue Filialen.
Source: FyH.es
Veröffentlichungsdatum: 12. Mai 2026