Der durch den Iran-Krieg verursachte Anstieg der Kraftstoffpreise kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Gerade als die Landwirte mit der Frühjahrsfeldarbeit beginnen, hat sich der Dieselpreis innerhalb weniger Wochen verdoppelt, berichtet Vilt.be.
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„Das bedeutet schnell Mehrkosten von 100 EUR pro Hektar“, sagt ein Landwirt, der 800 Hektar bewirtschaftet und gerade mit der Frühjahrsfeldarbeit begonnen hat.
Der Sektor hofft nun dringend auf einen Rückgang der Dieselpreise, da es vielen anderen Wirtschaftszweigen ebenfalls schlecht geht. Aufgrund der Waffenruhe im Nahen Osten ist ein erster vorsichtiger Preisrückgang in Sicht.
Die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen sind seit dem Iran-Krieg explodiert. Der Dieselpreis erreichte Anfang der Woche einen Rekordwert von 2,489 EUR.
Der Landwirt Jean-Pierre Van Puymbrouck aus Walhain, in Wallonisch-Brabant, schätzt, dass der höhere Dieselpreis die Kosten pro Hektar um 100 EUR erhöht. „Ganz abgesehen von den teureren Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln“, sagt er.
Mit 800 Hektar gehört er zu den größten Landwirten Belgiens. „Im Frühjahr verbrauchen wir locker 1.000 Liter am Tag“, sagt der Landwirt, der derzeit noch auf alte Bestände aus einem 30.000-Liter-Lager auf seinem Hof zurückgreift.
Guido Willemse, Landwirt aus Weelde, besitzt einen 13.000-Liter-Lagertank. „Wir haben ihn drei Tage nach dem Krieg gefüllt, als der Preisanstieg noch begrenzt war.“ Mit diesem Dieselvorrat kommt der Landwirt, der rund 400 Hektar bewirtschaftet, knapp einen Monat aus.
„Wenn man den Diesel nicht sofort braucht, wartet man, bis der Preis sinkt“, sagt Johan Mattart von dem Belgischen Verband der Kraftstoffhändler (BRAFCO). Er hofft, dass der Preis in den kommenden Wochen fällt.
„Nach der kürzlich verkündeten Waffenruhe sahen wir den Ölpreis sinken. Bereits am Folgetag fiel der Preis für Dieselkraftstoff um 6 %. Hoffentlich setzt sich dieser Abwärtstrend fort.“
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 13. April 2026