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GMO: „Ein kleiner Kompromiss, statt mutige Agrar- und Verbraucherpolitik“

Das Ergebnis des Trilogs zur Gemeinsamen Marktordnung (GMO) kommentiert Ophelia Nick, Sprecherin für Landwirtschaftspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, wie folgt:

„Stärkung der Landwirtinnen und Landwirte war das Ziel, Veggie-Bezeichnungs-Bürokratie haben wir bekommen. Die Aufgabe war klar und simpel. Die Reform der GMO sollte Landwirtinnen und Landwirte in der Lebensmittelkette stärken. 

Doch die Debatten haben sich in der irrsinnigen Diskussion um Bezeichnungsverbote verfangen, sodass der Fokus verloren gegangen ist – mehr Transparenz, Planungssicherheit und Marktmacht für Landwirtinnen und Landwirte gegenüber Lebensmittelkonzernen und Supermarktketten.

Als Erfolg bewerte ich, dass endlich eine grundsätzliche Vertragspflicht zwischen Landwirtschaft und Verarbeitung im Milchsektor gilt. Doch Mitgliedstaaten können von einigen Regelungen abweichen, die zu Lasten der Landwirtinnen und Landwirte wären. Ich fordere den Bundeslandwirtschaftsminister auf, die Vertragspflicht vollumfänglich für Deutschland umzusetzen.

Gleichzeitig kritisiere ich, dass Genossenschaften von der Vertragspflicht ausgenommen sind, wenngleich die schärferen Mitbestimmungsmöglichkeiten positiv zu bewerten sind. Ebenfalls negativ zu bewerten ist, dass andere Sektoren von der Vertragspflicht gänzlich ausgenommen werden können. Auch hier appelliere ich an die Vernunft des Ministers.“


Quelle: Dr. Ophelia Nick, MdB

Veröffentlichungsdatum: 09. März 2026