Witterungsbedingt reduzierte Ernten und die Nachfrage der Verarbeiter verändern weiter die Beschaffungsmuster. Der bulgarische Baumnussmarkt ist nach wie vor stark von Importen geprägt, berichtet Fructidor.com.
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Dem Auslandslandwirtschaftsdienst (FAS) des US- Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge baut das ausländische Angebot seinen Vorsprung gegenüber der heimischen Produktion weiter aus, da wetterbedingte Ernteausfälle und eine starke industrielle Nachfrage die Handelsströme verändern.
In dem Wirtschaftsjahr 2023/24 ging die zusammengefasste heimische Produktion von Mandeln und Walnüssen aufgrund von Dürre und Hitzestress stark zurück.
Die Mandelproduktion sank im Vergleich zum Vorjahr um 35 %, die Walnussproduktion um 15 %, wodurch das Gesamtangebot an Baumnüssen um 18 % auf 4.072 Tonnen zurückging.
Die Erträge beider Kulturen waren beeinträchtigt, was die strukturelle Volatilität der bulgarischen Plantagenleistung verstärkte und exportierbare Überschüsse begrenzte.
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Importe erreichen Rekordmengen und -werte
Angesichts des begrenzten lokalen Angebots beschleunigten sich die Importe in allen wichtigen Kategorien. Die Gesamtimporte von Mandeln und Walnüssen erreichten in dem Wirtschaftsjahr 2023/24 mit 7.797 Tonnen einen Rekordwert, ein Anstieg um 72 % gegenüber den 4.512 Tonnen des Vorjahres.
Was den Wert betrifft, stiegen die Importe auf 23,4 Millionen USD, ein Plus von 48 % im Jahresvergleich.
Mandeln
Die Importe überstiegen 2.900 Tonnen (geschält), ein Anstieg um 34 %. Der Importwert erreichte 15,14 Millionen USD, ein Plus von 31 %. Durchschnittspreis: 5.165 USD/Tonne (weniger als die 5.307 USD/Tonnen im Vorjahr).
Hauptlieferanten: USA (64 % Mengenanteil), Spanien (14 %), Griechenland (10 %). Die US- Lieferungen verzeichneten ein besonders starkes Wachstum mit einem Anstieg von 62 % in der Menge und 60 % im Wert gegenüber dem Vorjahr.
Walnüsse
Die Importe überstiegen 4.800 Tonnen (mit Schale), ein Plus von 109 %. Der Wert stieg auf 8,33 Millionen USD, ein Anstieg um 98 %. Geschälte Walnüsse dominierten den Handel mit 4.347 Tonnen und machten 89 % der Gesamtimporte aus.
Wichtigste Herkunftsländer: Die Ukraine und China lieferten mit jeweils 38 % die meisten geschälten Walnüsse, während die Ukraine 81 % der Mengen an Walnüssen mit Schale lieferte.
Die US-Walnussexporte beliefen sich auf insgesamt 126 Tonnen im Wert von 250.000 USD, sowohl geschält als auch mit Schale.
Quelle: Fructidor.com
Veröffentlichungsdatum: 02. März 2026