Um dem rückläufigen Birnenkonsum entgegenzuwirken, muss die Attraktivität der Birne dringend neu bewertet werden. Dies war eine der zentralen Botschaften der Interpera, des internationalen Birnensymposiums, das letzte Woche in Belgien stattfand, berichtet Vilt.be.
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Während des Kongresses wurden die wichtigsten Herausforderungen des Sektors diskutiert und die neuesten Ernteprognosen für Europa vorgestellt.
Europäische Produktion erholt sich nach schwachem Jahr
Nach einem schwierigen Anbaujahr 2023 scheint sich die europäische Birnenproduktion in diesem Jahr zu erholen. Belgien erwartet ein Plus von 25 %, Spanien sogar von 31 %. Nur Frankreich (-9 %) und Portugal (0 %) hinken hinterher.
Während des Symposiums gaben Vertreter aus elf europäischen Ländern einen detaillierten Rückblick auf das vergangene Jahr. „Insgesamt hatten die meisten Länder eine zufriedenstellende Saison, trotz zunehmend schwieriger Produktionsbedingungen“, hieß es in dem gemeinsamen Schlussvortrag.
Die Absatzseite der Kette gibt Anlass zur Sorge. Laut einer aktuellen Studie des Flämischen Zentrums für Agrar- und Fischereivermarktung (VLAM) sank der Birnenkonsum in Belgien 2024 im Vergleich zu dem Vorjahr um 11 % auf durchschnittlich 1,74 kg pro Person. In dem Jahr 2023 lag er noch bei 1,95 kg.
Damit belegt die Birne in Belgien Platz 8 der beliebtesten Früchte, weit hinter der Banane (mehr als 8 kg pro Person).
Vor allem junge Menschen scheinen das Interesse an Birnen zu verlieren. Luc Vanoirbeek, Geschäftsführer des Verbands der belgischen Gartenbaugenossenschaften (VBT), Organisator der Interpera, geht dies teilweise auf den Anstieg exotischer Importfrüchte zurück, verweist aber auch auf die eingeschränkte Verfügbarkeit von Birnen nach der enttäuschenden Ernte des letzten Jahres.
Experten zufolge muss das Image der Birne aufgefrischt werden, um neue Zielgruppen anzusprechen.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 02. Juli 2025