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BLE-Marktbericht KW 18/ 21

Spanische Kirschen standen in Frankfurt in vielerlei Sortierungen bereit

Die Präsenz der dominierenden einheimischen Äpfel begrenzte sich offensichtlich. Elstar, Jonagold und Jonagored bildeten dennoch die Basis des Sortimentes. Italien stellte vorrangig Royal Gala und Pink Lady bereit. Aus Frankreich stammten hauptsächlich Pink Lady und Jazz. Wenige polnische und niederländische Chargen rundeten die Warenpalette ab.

Bildquelle: Shutterstock.com kirschen
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Das Interesse wurde ohne Schwierigkeiten gestillt, da es sich, parallel zur Versorgung, ein wenig vermindert hatte. Die Bewertungen verharrten oftmals auf ihrem bisherigen Niveau, sofern die Qualität der Früchte noch überzeugen konnte. Die Importe aus Übersee spielten weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Neu hinzu kamen Cox Orange aus Neuseeland, die in Frankfurt in 12,5-kg-Kartons verkauft wurden. Daneben konnte auf chilenische Royal Gala und Elstar sowie auf südafrikanische Royal Gala zugegriffen werden. Der Verkauf wollte noch nicht so richtig Schwung aufnehmen, da die Chargen von der südlichen Hemisphäre deutlich teurer als die europäische Konkurrenz waren und diese hinsichtlich ihrer Güte kaum Wünsche offenließen.

Tafeltrauben
Thompson Seedless stammten aus Indien, Südafrika und Chile. Chile steuerte zudem Crimson Seedless, Red Globe und Alphonse Lavallée zum Sortiment hinzu. Südafrika schickte überdies Crimson Seedless, Flame Seedless und La Rochelle. Peruanische Red Globe ergänzten das Geschehen. Die Anlieferungen schränkten sich summa summarum ein. Da sich aber auch die Nachfrage verkleinert hatte, mussten die Händler ihre bisherigen Aufrufe nur selten modifizieren. Hier und da verteuerten sich einzelne Offerten, doch auch Vergünstigungen waren verschiedentlich zu verzeichnen. Der Zugriff war generell eher zurückhaltend, man merkte deutlich einen Kundenumschwung zu Sommerobst wie Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen. Dies erklärte auch, warum Rückläufer aus dem LEH in Frankfurt trotz niedriger Preise nur wenig beliebt waren und sich deren Unterbringung schwierig gestaltete.

Erdbeeren
Die einheimischen Früchte gewannen stark an Bedeutung und bildeten mit den niederländischen Artikeln die Basis des Sortimentes. Italienische Partien ergänzten. Aus Griechenland, Spanien und Belgien kamen nur geringe Mengen. Anfänglich verliefen die Geschäfte eher verhalten, sogar Vergünstigungen waren verschiedentlich zu beobachten. Je näher das Wochenende rückte, desto mehr verbesserten sich aber die Absatzmöglichkeiten: Muttertag und schönes Wetter sei Dank. Obwohl sich die Verfügbarkeit ausdehnte, tendierten die Notierungen insgesamt nach oben. Doch auch massiver Verteuerungen gelang in der Regel eine Räumung. In Hamburg tauchten Rückläufer aus dem LEH auf, die qualitativ aber nicht überzeugen konnten. In Berlin war die Warenpalette infolge von Werbeaktionen des LEH merklich eingeschränkt. Der Bedarf konnte keineswegs gedeckt werden. Die Preise zogen immens aufwärts.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten und wurden nur punktuell von italienischen und türkischen Importen komplettiert. Die Verfügbarkeit genügte, um das Interesse zu stillen. Preisliche Veränderungen waren selten: In Köln tendierten die Notierungen zum Wochenende hin etwas aufwärts, in Berlin und München eher nach unten. In Frankfurt kosteten qualitativ hochwertige, unbehandelte Früchte aus Italien 2,- € je kg.

Bananen
Die Reifereien stimmten ihre Bereitstellung meistens hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten ab. Die Notierungen verharrten daher oftmals auf ihrem bisherigen Niveau. Ab und an kam es aber auch zu Vergünstigungen, so etwa in Frankfurt, wo sich die zu umfangreich vorrätigen Drittmarken verbilligten. Auch in Köln mussten die Händler für die Drittmarken ihre Forderungen ein wenig senken. In München hingegen verteuerten sich die Zweitmarken nachfrageinduziert.

Blumenkohl
Spanische, italienische und einheimische Offerten dominierten, belgische, französische und niederländische rundeten das Geschehen ab. Die Verfügbarkeit genügte um den Bedarf zu decken. Die inländischen Erzeugnisse fielen mancherorts zu klein aus, um auf ein freundliches Interesse zu stoßen. Größere Durchmesser waren hingegen beliebt und verteuerten sich hier und da. Insgesamt war hinsichtlich der Notierungen wenig Bewegung auszumachen. Hier und da senkten die Vertreiber ihre Forderungen, um die Unterbringung zu beschleunigen

Gurken
Einheimische, niederländische und belgische Schlangengurken überwogen. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt und konnte ohne Anstrengungen gestillt werden. Die Qualität ließ für gewöhnlich keine Wünsche offen. Hinsichtlich der Notierungen war keine klare Linie zu erkennen: Größere Schwankungen blieben aber aus. Einstandsbedingt mussten die Kunden in Frankfurt zum Wochenende hin tiefer in die Tasche greifen. Auch in Köln zogen die Preise ab Donnerstag ein wenig an. In Berlin verhinderten zu umfangreiche Abladungen Verteuerungen. Bei den Minigurken dominierten einheimische und niederländische Offerten. Türkische und spanische Zufuhren tauchten nur sporadisch auf. Leicht anziehende Bewertungen konnten punktuell verzeichnet werden, da die Nachfrage durchaus freundlich war.

Tomaten
Ein sehr umfangreiches und vielfältiges Sortiment stand bereit. Mitteleuropäische Chargen dominierten inzwischen klar erkennbar das Geschehen. Spanische, türkische, marokkanische und italienische Anlieferungen hatten sich eingeschränkt und sich örtlich aus dem Handel verabschiedet. Insgesamt konnte der Bedarf dennoch relativ problemlos gedeckt werden. Vergünstigungen waren des Öfteren zu beobachten, da sich die Versorgung insgesamt ausgedehnt hatte. Punktuell betrafen die Verbilligungen lediglich die Rispenware, doch auch die Notierungen von Kirschtomaten sanken auf einigen Plätzen ab. Verschiedentlich auftretende einheimische Artikel kamen über einen ergänzenden Status nicht hinaus.

Gemüsepaprika
Niederländische Anlieferungen prägten das Geschehen vor türkischen und spanischen. Die Verfügbarkeit wuchs an und die hohen Notierungen der Vorwochen gehörten der Vergangenheit an. Die fallenden Bewertungen taten dem Umschlag recht gut, denn die Geschäfte beschleunigten sich infolge einer verstärkten Nachfrage. Lediglich in Berlin verharrten die Preise der niederländischen Offerten auf ihrem festen Level: Hier gewannen daraufhin die günstigeren spanischen Erzeugnisse Marktanteile.

Spargel
Nachdem in der Vorwoche eine Räumung nicht immer gelungen war, mussten die aufgelaufenen Bestände zunächst abverkauft werden. Dies gelang in der Regel nur mit merklichen Vergünstigungen, die die Händler gewähren mussten. Muttertag brachte dann aber neuen Schwung: Die Kunden griffen auf die frischen Anlieferungen durchaus freundlich zu und die Bewertungen kletterten aufwärts. Sortierungen ab 20 mm waren dabei am beliebtesten: Zwischen 6,- 8,- € je kg sollte man für einheimische weiße Stangen beispielsweise bezahlen. Dünne Offerten entwickelten sich derweil zu einem echten Ladenhüter, in Frankfurt konnten auch geschälte Erzeugnisse nur schwer an den Mann gebracht werden. Polnische, niederländische und griechische Zugänge komplettierten im Segment der weißen und violetten Artikel. Summa summarum tendierten die Bewertungen abwärts. Auch im Bereich des Grünspargels sackten die Notierungen ab. Hier dominierten einheimische vor spanischen und italienischen Abladungen. Für Artikel mit festen Köpfe und 12 bis 16 mm Durchmesser konnten die Vertreiber in Frankfurt 5,- bis 6, -€ je 500-g-Bund verlangen.


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Frankfurt
Spanische Kirschen standen mittlerweile in vielerlei Sortierungen bereit: Der Kilopreis lag zwischen 6,- und 11,- €. Auch Steinobst wie Aprikosen, Paraguayos, Pfirsiche und Nektarinen traf reichlich und in ansprechender Qualität ein. Zu den Melonen aus Spanien und Übersee gesellten sich nun erste italienische Zuckermelonen und türkische Honigmelonen. Zum Wochenstart erreichte einheimischer Chinakohl zu 1,40 bis 1,50 € je kg den Markt. Da noch kein deutscher Radicchio erhältlich war und die italienische Abladungen geringer wurden, zogen die Notierungen auf 3,- bis 3,65 € je kg an. Für Radieschen mussten man zwischen 6,- und 7,- € je 15 Bund bezahlen. Lauchzwiebeln verbilligten sich. Spinat blieb vergleichsweise teuer, hier verlangte man 2,- bis 2,60 € je kg. Mönchsbart, Portulak, Pfefferkraut und Bärlauch gewannen Marktanteile. Neu stieg der Handel in die Vermarktung von Gemüsejungpflanzen ein. Paprika, Kürbisse, Zucchini, Gurken und verschiedenste Tomaten waren erhältlich.
Köln
Fenchel aus Belgien bot den Einkäufern eine Alternative zur italienischen Ware. Bei Chinakohl dominierten belgische Partien das Geschehen. Tageweise gesellten sich erste inländische Erzeugnisse dazu. Kohlrabi aus heimischem Anbau wurde bisher nur standweise vorgefunden.
München
Zu Wochenbeginn standen aus Spanien erste Süßkirschen mit einem größeren Durchmesser bereit. Türkische Produkte standen im Berichtszeitraum noch nicht zur Verfügung. Pfirsiche und Nektarinen aus Spanien sowie Aprikosen gewannen zunehmend an Bedeutung und erfreuten sich einer zufriedenstellenden Aufnahme. Spanische Dessert- und Wassermelonen verdrängten zunehmend die Produkte aus Übersee. Ananas und Mangos verteuerten sich mengenbedingt ein wenig. Südeuropäisches Fruchtgemüse wie Auberginen und Zucchini setzten ihren günstigen Preisverlauf fort. Mit ersten roten Bundrettichen und Mairübchen verbreiterte sich das Sortiment. Reichlich vorrätige Radieschen wurden noch einmal billiger. Italienische Schnittkräuter wie Dill und Petersilie waren nach dem zwischenzeitlichen Preisanstieg wieder preiswerter. Inländische krause Petersilie wird erwartet.
Berlin
Die Bedeutung von spanischen Aprikosen, meist Colorado oder Mogador, nahm weiter zu, je nach Größe und Sorte wurden zwischen 3,- und 5,- € je kg fällig und allen gemeinsam war das schwach ausgeprägte Aroma bei gleichzeitig hohem Säureanteil. Pfirsiche und Nektarinen aus Spanien wurden ebenfalls deutlich häufiger offeriert und kosteten zwischen 4,- und 5,- € je kg. Die Früchte überzeugten hinsichtlich ihrer Qualität nicht durchgängig und waren daher auch nicht sonderlich gefragt. Dies traf auch auf die vereinzelt angebotenen Paraguayos zu. Süßkirschen aus Spanien waren geschmacklich sehr ansprechend, jedoch behinderten die zu Wochenbeginn hohen Bewertungen eine zügige Räumung. Dies änderte sich erst mit im Wochenverlauf absinkenden Notierungen.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 18/ 21
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Veröffentlichungsdatum: 14. Mai 2021