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Regierungsparteien Österreich: "Supermärkte sollen Lebensmittel nicht mehr wegschmeißen dürfen"

Weltweit geht rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel verloren. Auch in Österreich landen jährlich hunderttausende Tonnen Lebensmittel, die noch für den Verzehr geeignet wären, im Müll. „Essen ist wertvoll. Darum lieber teilen und nicht vergeuden oder wegwerfen, denn wenn wir teilen ist genug für alle da. Von Lebensmittelverschwendung hat niemand etwas", erklärt die Konsumentenschutzsprecherin der Grünen, Ulrike Fischer.

Bildquelle: Shutterstock.com Supermarkt
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Antrag der Regierungsparteien zu Aktionsplan einstimmig angenommen

Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne haben daher am Dienstag im Konsumentenschutzausschuss einen Entschließungsantrag zu einem umfassenden Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung eingebracht, der einstimmig angenommen wurde.

Konkret soll der im Regierungsprogramm verankerte Aktionsplan, der in Zusammenarbeit mit den österreichischen Handelsunternehmen, Produzent*innen und karitativen Organisationen entwickelt wird, auch ein Verbot des Entsorgens von genusstauglichen Lebensmitteln aus dem Lebensmitteleinzelhandel vorsehen. Mit einem solchen Modell ist Frankreich seit etwa vier Jahren erfolgreich im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Zudem sieht der Entschließungsantrag zu dem Aktionsplan folgende Punkte vor

„Der zunehmende Anfall an Lebensmittelabfällen belastet unsere Umwelt und befeuert die Klimakrise. Abfälle zu vermeiden ist daher auch ein entscheidender Schritt zum Klimaschutz“, erklärt Fischer. Denn die globale Lebensmittelverschwendung gehört zu dem drittgrößten Produzenten von Treibhausgasemissionen weltweit.

Quelle: APA Ots/Grüner Klub im Parlament

Veröffentlichungsdatum: 25. November 2020