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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellt offiziellen Erntebericht vor

Bei Obst und Gemüse fällt die Ernte fast durchweg geringer als im Vorjahr aus. Dies ist einerseits auf Ertragseinbußen infolge von Spätfrösten und Trockenheit zurückzuführen, andererseits auf das Fehlen von Erntehelfern aufgrund der Corona-Situation.

Bildquelle: Shutterstock.com O&G
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Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat am Freitag, dem 28. August, den Erntebericht 2020 vorgestellt. Grundlage des Berichts sind - anders als bei den bisher vorgestellten Ernteprognosen - die tatsächlich festgestellten Erträge der bisher ausgewerteten Probeflächen aus allen Teilen des Bundesgebiets. Für diese repräsentative Ertragsermittlung werden jedes Jahr mehrere tausend Felder herangezogen.

Julia Klöckner: "Gute Ernten sind unsere Lebensgrundlage. Wie wichtig es ist, sie zu sichern, dafür ist in der Corona-Pandemie neues Bewusstsein entstanden – es geht um Ernährungssicherung. Und für unsere Landwirte um ihr Einkommen. Die Erträge sind im Bundesdurchschnitt besser als erwartet, wenn auch leicht unterdurchschnittlich. Dabei gibt es starke regionale Schwankungen – je nach Bodengüte und Wasserversorgung. Im dritten Jahr in Folge hatten die Landwirte vor allem mit der Trockenheit, aber auch vermehrt mit Spätfrösten zu kämpfen. Das zeigt nochmals deutlich, wie entscheidend die verstärkte Anpassung an den Klimawandel ist.“

Die wichtigsten Ergebnisse des Ernteberichtes 2020:

Die Ernte 2020 ist erneut unter schwierigen Witterungsbedingungen herangewachsen - es gab teilweise wieder Schäden durch Wetterextreme. Aufgrund der Corona-Pandemie fand und findet die Ernte unter veränderten Rahmenbedingungen statt. Hiervon sind die handarbeitsintensiven Sonderkulturen - also Gemüse, Obst, Wein und Hopfen - stärker betroffen als die Ackerkulturen.

Witterungsbedingte Schäden gab es in diesem Jahr vor allem durch Spätfröste im April und Mai, eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit und einen regional immer noch anhaltenden Mangel an Bodenfeuchtigkeit. Die Hitzewelle Anfang August verursachte zudem Sonnenbrand bei Obst und Trauben.

Bei Obst und Gemüse fällt die Ernte fast durchweg geringer als im Vorjahr aus

Die stark steigende Verbrauchernachfrage während des Lockdown führte zeitweise zu einem starken Preisanstieg. Die Versorgung war jedoch jederzeit gesichert. Die Gemüsepreise sind inzwischen unter das Vorjahresniveau gesunken, nachdem sich die Nachfrage wieder normalisiert hat.

Der vollständige Erntebericht 2020 kann hier abgerufen werden - www.bmel.de.
 

Quelle: BMEL

Veröffentlichungsdatum: 31. August 2020