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Österreich: Mehr als 3.300 Bauern blockierten Spar-Zentralen bei Protestaktionen

Seit Monaten gehen Bauern europaweit auf die Straßen. Sie wollen mehr Solidarität und zudem auf die unfaire Einkommenssituation aufmerksam machen. Jetzt ist es auch in Österreich so weit. Der Österreichische Bauernbund hat gemeinsam mit seinen Länderorganisationen Protestaktionen auf die Beine gestellt, heißt es in einer Meldung von aiz.info, das Agrarisches Informationszentrum.

Bildquelle: Shutterstock.com Supermarkt
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Am Mittwoch, dem 26. Februar, blockieren mehr als 3.300 Bäuerinnen und Bauern mit rund 1.520 Traktoren in mehreren Bundesländern die Zentrallager von Spar Österreich, weil ein Entgegenkommen bei den Preisverhandlungen ausgeblieben ist und sich der Handelsriese "wie ein Feudalherr" den Bauern gegenüber benimmt, so die Kritik.

"Chronische Aktionitis" bei hochwertigen Lebensmitteln stoppen

"Die Handelsriesen, also die großen Lebensmittelhandelsketten, stellen sich mit ihrem Verhalten gegen heimische Bauernfamilien und somit gegen die nachhaltigste Form der Landwirtschaft. Die Teilnehmer der heutigen Protestaktionen übergeben eine Liste mit folgenden Forderungen: ein Stopp der 'chronischen Aktionitis', ein Österreichbonus auf heimische Lebensmittel und ein Ende der Konsumententäuschung mit den rot-weiß-roten Fähnchen auf ausländischer Ware", erklärt Bauernbund-Präsident Georg Strasser, so aiz.info.

Strasser: Klares Signal gegen unsägliche Preispolitik

Strasser fordert Spar Österreich zum Umdenken auf: "Wir verlangen einen sofortigen Stopp der 'chronischen Aktionitis' bei hochwertigsten Lebensmitteln und ein Umdenken bei der Einkaufs- und Preispolitik der Handelsriesen. Wir stehen heute vor den Spar-Zentralen, weil sich diese Handelskette trotz unserer Bemühungen im Vorfeld dem Vernehmen nach bei den Verhandlungen im Milchsektor gegen die Bauernfamilien entschieden hat und sich gleichzeitig mehr Dankbarkeit erwartet, wie uns in Tageszeitungen am Wochenende ausgerichtet wurde", sagt Strasser. Er ist verärgert: "Das ist unehrlich und unfair, vor allem dann, wenn man im selben Atemzug einen Konzerngewinn von 352 Mio. Euro allein in einem Jahr präsentiert. Die Proteste sind somit ein Signal gegen die unsägliche Preispolitik. Dieses Verhalten zerstört die nachhaltige Landwirtschaft und stiehlt unseren Hofübernehmerinnen und Hofübernehmern die Perspektiven," , heißt es

Spar macht die Rechnung ohne die Bauern

Ein Grund für die Protestaktionen ist zudem der steigende Druck auf den Agrarmärkten, in einer Zeit, in der gleichzeitig auch die Standards in der Produktion permanent nach oben geschraubt werden.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Quelle: aiz.info
 

 

Veröffentlichungsdatum: 28. Februar 2020